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Ausstellung
„Szenen einer römischen Stadt“

Luxuriöse Ausstattung gehörte in antiken Trierer Häusern dazu: Das Mosaik zeigt einen griechischen Philosophen.
Luxuriöse Ausstattung gehörte in antiken Trierer Häusern dazu: Das Mosaik zeigt einen griechischen Philosophen.
Trier. So prunkvoll war Trier: Die nächste Ausstellung nimmt derzeit Form an. Von Katharina de Mos

Noch residiert Karl Marx im Rheinischen Landesmuseum. Und schon freuen sich alle auf den Untergang – den Untergang des Römischen Reiches, dem die nächste große und voraussichtlich auch ziemlich spektakuläre Landesausstellung im Jahr 2022 gewidmet ist.

Doch zwischen Marx und Untergang ist genügend Zeit für eine weitere Sonderschau, die aktuell hinter den Kulissen des Museums Form annimmt: Sie trägt den Titel „Spot an! Szenen einer römischen Stadt“, wird vom 31. August 2019 bis zum 26. Januar 2020 zu sehen sein und sie besinnt sich ganz auf die Stärken des Hauses, das über eine der bedeutendsten archäologischen Sammlungen Deutschlands verfügt.

Zu sehen sein werden noch nie gezeigte archäologische Funde, die den Prunk der einst größten römischen Metropole nördlich der Alpen dokumentieren. „Für dieses Projekt hat das Museum seine reich bestückten Depots gesichtet und herausragende antike Exponate zusammengestellt, die fast alle aus eigenen archäologischen Grabungen stammen und eindrücklich die Bedeutung des antiken Triers illustrieren“, teilt Tina Altmayer vom Museum mit. Das sind exquisite Wandmalereien und Mosaike, prächtige Skulpturenfunde oder Goldmünzen, die den hohen Lebensstandard in der römischen Kaiserresidenz Trier veranschaulichen. Bisher unbekannte Objekte aus der Sammlung des Landesmuseums sollen neue Einblicke in die römische Stadt geben – mit ihren luxuriösen Badeanstalten, den Gladiatorenkämpfen im Amphitheater und dem riesigen Tempelbezirk mit einheimischen und römischen Gottheiten.

Doch nicht nur Prunk und High Society werden präsentiert, auch das ganz normale Alltagsleben. Die zahlreichen, teils bis heute bemerkenswert gut erhaltenen Großbauten, in denen die Kaiser höchstpersönlich ein und aus gingen, spielen laut Altmayer ebenso eine Rolle wie die Lebenswelten der Bevölkerung.