Theater Trier: Solidarität mit Schauspielchef

Theater Trier: Solidarität mit Schauspielchef

Die zwölf Mitglieder des Trierer Theaterensembles, die sich für einen Weggang zum Ende der Spielzeit entschieden haben, äußern sich nun in einem gemeinsamen Statement zu den Beweggründen:

"Der Großteil der Mitglieder unserer Sparte ist zur Überzeugung gelangt, dass es seitens eines Teils der Leitung des Hauses für uns und unsere Arbeit an Rückhalt fehlt. Aus diesem Grund und aufgrund der unserer Meinung nach nicht ausreichend gewährleisteten künstlerischen Freiheit für die Schauspielsparte haben wir unsere Verträge über die Spielzeit 2016/17 hinaus nicht verlängert." Wie die Einschränkung ihrer künstlerischen Freiheit konkret aussieht, wollte Nadia Migdal, Sprecherin der Sparte Schauspiel, im TV-Gespräch nicht erläutern.

Ausdrücklich stellen die Künstler sich aber erneut hinter Ulf Frötzschner, der das Haus verlassen muss: "Als Schauspieldirektor arbeitet Ulf Frötzschner ausschließlich für die künstlerischen Inhalte, er begegnet Regisseuren auf Augenhöhe, schafft geschützte Freiräume, in denen wir unsere Inszenierungen entfalten können, gibt Rückendeckung und ist ein unaufhaltsamer, energetischer, positiver Arbeitsmotor für die gesamte Sparte. All dies ist in unserer Branche keine Selbstverständlichkeit und für uns von großem Wert."

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