Wegen gestiegener Kosten Theater Trier will Preise erhöhen – aber nicht für alle

Trier · Die Stadt will die Eintrittspreise fürs Theater Trier ab der Spielzeit 2024/25 erhöhen – aber (vorerst) nicht für alle. Was es damit auf sich hat und für wen es wie viel teurer werden soll.

 Die Eintrittspreise im Theater Trier (hier: kurz vor einem Familienkonzert im März 2023) sollen in der Spielzeit 2024/25 steigen.

Die Eintrittspreise im Theater Trier (hier: kurz vor einem Familienkonzert im März 2023) sollen in der Spielzeit 2024/25 steigen.

Foto: Andreas Feichtner

59 Euro soll es künftig kosten, das teuerste Ticket für eine Vorstellung im Theater Trier – wenn es denn der beste Sitz sein muss, etwa bei einer Musiktheater-Premiere zum Auftakt der nächsten Spielzeit ab September 2024. Das sind sieben Euro mehr als bisher, die Erhöhung fällt höher aus als im Durchschnitt (der liegt bei rund zehn Prozent). Aber wem das zu viel ist, kann das gleiche Stück auch an einem anderen Tag und in der günstigsten Kategorie ohne Ermäßigung für 18 Euro sehen. Im Studio soll’s nur einen Euro teurer werden (20 statt 19 Euro), Vorstellungen in der Europäischen Kunstakademie sollen dann bei 24 Euro liegen (bisher 22 Euro).

Theater Trier: Steigerung um rund zehn Prozent pro Karte

Dass die – ohnehin stark subventionierten – Eintrittspreise fürs Theater teurer werden sollen, ist erst mal keine Überraschung. In der Vorlage zur neuen Preisgestaltung, die am Mittwoch von Kulturdezernent Markus Nöhl im Haushaltsausschuss vorgestellt werden soll, wird die Erhöhung mit „stark steigenden Kosten“ begründet, „insbesondere die steigenden Personalkosten wirken sich zunehmend negativ auf die ohnehin schon schwierige Haushaltslage der Stadt Trier aus.“ Die Eintrittsgelder seien neben dem Betriebskostenzuschuss des Landes „die wichtigste Ertragsquelle des Theaters“.

Neben dem Betriebskostenzuschuss des Landes seien die Eintrittsgelder die wichtigste Ertragsquelle des Theaters. Die Theaterleitung rechnet durch die Erhöhung mit Mehreinnahmen in Höhe von 153.000 bis 177.000 Euro pro Jahr. Wie sich das zusammensetzt? In der Spielzeit 2022/23 hat eine Karte im Schnitt 16,25 Euro gekostet. Bei einer Erhöhung um 9,9 Prozent sollen pro Ticket dann 1,61 Euro mehr in der Kasse landen, bei einem „jährlichen Aufkommen zwischen 95.000 und 110.000 Besuchern“.

Für wen sich die Preise nicht erhöhen werden

An den Preisen für Schulklassen soll sich nichts ändern – gerade das Weihnachtsmärchen sorgt zuverlässig für volles Haus. Eine andere Ankündigung dürfte das Stammpublikum freuen, andere aber angesichts der „schwierigen Haushaltslage“ durchaus überraschen: Abonnenten sollen von der Preiserhöhung vorerst nicht betroffen sein. Begründung: „Um weiterhin die Attraktivität der Abonnements zu steigern und damit eine höhere Besucherzahl dauerhaft zu sichern, wird die Erhöhung der Abonnementpreise um ein Jahr auf die Spielzeit 2025/2026 zurückgestellt.“

Am 7. Dezember soll im Stadtrat darüber entschieden werden, ob die Erhöhung wie vorgesehen umgesetzt wird.

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