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Theatergeschichte(N)

Theatergeschichte(N)

Mit \'nem kleenen Stückchen Glück: Selten hat die Songzeile aus dem Musical "My fair Lady" besser gepasst als in der Aufführung der Erfolgsinszenierung am Pfingstmontag in Trier. Vor dem Beginn verkündete Chefdramaturg Peter Oppermann, dass vier Hauptdarsteller erkrankt seien.

Luis Lay wurde durch Peter Koppelmann als "Freddy" ersetzt, László Lukács sprang als "Doolittle" für Pawel Czekala ein. Beide lösten ihre Aufgabe souverän. Der an einer Bronchitis erkrankte Ferry Seidl ("Oberst Pickering") entschied sich zu spielen; auch ihm gelang der Kraftakt. Die seit längerem an einer Bronchitis laborierende Nadine Eisenhardt brachte keinen Ton heraus, erklärte sich aber bereit, die sehr gut besuchte Vorstellung zu retten, wenn Hilfe geholt werde. Und dies geschah so: Aus Kaiserslautern eilte Astrid Vosberg, eine langjährig erprobte "Eliza", herbei und sang von der Brücke, die über dem Orchestergraben auf die Bühne führt, für die Zuschauer ersichtlich, mit den Bewegungen der auf der Bühne agierenden Nadine Eisenhardt die Partie der "Eliza" - sozusagen synchron. Alles klappte, als wäre es tausendmal gespielt. Was für eine Improvisation! Das Publikum dankte mit tosendem Applaus, und als die beiden "Elizas" eng umschlungen auf die Bühne kamen, brach ein Begeisterungssturm los ... red Weitere Termine: 2., 24., 28. Juni und 5. Juli im Großen Haus.