Römer-Exponat im Museum am Dom Wie eine Trierer Kostbarkeit einst entdeckt wurde - und nun neu präsentiert werden soll

Haben Sie schon einmal das Konstantinische Deckengemälde gesehen? Das aus rund 30.000 Teilen wieder zusammengepuzzelte Werk lag mehr als 1600 Jahre unter dem Fußboden des Trierer Doms, bis es entdeckt wurde. Es gilt als einzigartiges Denkmal spätantiker Kunst. Jetzt soll es mehr Aufmerksamkeit bekommen.

 Zwei Besucherinnen schauen sich die Konstantinische Deckenmalerei im Museum am Dom an.

Zwei Besucherinnen schauen sich die Konstantinische Deckenmalerei im Museum am Dom an.

Foto: Museum am Dom Trier/Rita Schneider (2), Anna Hoppe, Museum am Dom Trier

Im Rückblick erscheint es schon ziemlich verrückt: Während Trier im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs ein Flächenbombardement erlebt und eine ganze Stadt evakuiert werden muss, macht sich Theodor Konrad Kempf 1944 daran, unter dem Dom zu graben. Der spätere Leiter des Bischöflichen Museums ahnte, dass dort interessante Zeugnisse des frühen Christentums zu finden sein würden. Denn hier hatten die Römer um das Jahr 330 n.Chr. prächtige Wohnhäuser niedergelegt, um den Bau einer der gewaltigsten Kirchenanlagen der damaligen Welt zu vollenden. Erste Grabungen im 19. Jahrhundert hatten verheißungsvolle Ergebnisse geliefert.