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Trierer Band Love A geht im Herbst zum Zehnjährigen auf Tour

Musik : Love A: Runder Geburtstag für die Liebe

Ein neues Album gibt’s noch nicht, der zehnte Geburtstag von Love A soll trotzdem gefeiert werden: Was die überregional erfolgreiche Trierer Post-Punk-Band in diesem Jahr plant.

Runde Geburtstage darf man ruhig mal feiern – auch wenn „Juchuu“ und „2020“ noch nicht so wirklich in den gleichen Satz gesteckt werden wollen. Das kann gegen Ende des Jahres vielleicht schon besser aussehen. Dann – ab November – feiert die Trierer Post-Punk-Band Love A ihr Zehnjähriges mit einer kleinen Tour durch Deutschland. Trier steht aktuell noch nicht auf dem Spielplan – im Gegensatz zu Hamburg, Berlin oder Köln – das soll sich laut Bassist Dominik Mercier aber noch ändern: „Ein Termin in Trier ist geplant, aber da sind noch kleinere Details zu klären.“

Love A hat sich im letzten Jahrzehnt bundesweit eine große Fanbase erspielt. Die Videos zu „Windmühlen“, „Valentinstag“ oder „100 000 Stühle leer“ wurden Hunderttausende Male angeschaut, „Nichts ist leicht“ schaffte es in die Top-40-Albumcharts, die Bühnen wurden über die Jahre ebenfalls größer. So werden die Trierer wieder im Festsaal Kreuzberg spielen, einem Berliner Club für über 1000 Zuschauer, wie schon vor drei Jahren. Das sei ein besonderer Auftritt gewesen, erinnert sich der Bassist. „Da befürchteten wir beim Soundcheck in dem großen Saal noch, dass es abends ziemlich leer aussehen könnte.“ Von wegen: Der Festsaal war gut gefüllt. Und welche regionale Band kann sonst schon von sich behaupten, die angesagten Live-Clubs in den Metropolen zu füllen? Das war noch nicht abzusehen, als die Band vor gut zehn Jahren in der Trierer  „Flucht nach vorn“ zusammenfand. Anfangs waren sie noch zu fünft (mit Keyboarder Mario Regneri) und nannten sich Love Academy. Bis sich jemand beschwerte, der daran die Namensrechte hielt.

Seit einer Weile geht es Love A etwas ruhiger an. Das letzte Album ist vor immerhin schon drei Jahren erschienen – und vor der Tour wird es auch kein neues geben. „Wir haben genug Songs und Songskizzen für ein neues Album, aber wir müssen schauen, wie wir das mit den Aufnahmen am besten organisiert bekommen“, sagt Dominik Mercier. Es ist aber eine Sache der Logistik: Dass Love A nicht mehr 40, 50 Konzerte im Jahr spielt, sondern deutlich weniger, lässt sich einfach erklären: Zeit und Distanz. Alle vier Bandmitglieder haben inzwischen Nachwuchs, alle haben einen Hauptberuf. Ein Privileg und Glück, dass die Musik ein schönes Hobby ist und es für die Musiker im Gegensatz zu vielen in der Branche in Corona-Zeiten nicht gleich um die nackte Existenz geht. Love A sind ein Jahrzehnt nach der Gründung in Trier auf drei Städte verteilt: Schlagzeuger Karl Brausch und Dominik Mercier wohnen noch in Trier (wo sie auch zusammen in der Band „The Dead Sound“ spielen), Gitarrist Stefan Weyer in Köln und Sänger Jörkk Mechenbier in Hamburg.

Bisher bestätigte Tourdaten: 25.11. Köln, 26.11. Hannover, 27.11. Dresden, 28.11. Wiesbaden, 10.12. Nürnberg, 11.12. Zürich, München, 22.1. Berlin, 23.1. Hamburg