Trierer Kinofilm feiert Weltpremiere

Während die Produktion des Trailers für den neuen Film "Die Macht des Wissens" noch läuft (der TV berichtete), hat es "Catena" (lateinisch für Kette) bereits auf die Leinwand geschafft. Die Weltpremiere des Episodenfilms steht am Samstag, 26. März, im Broadway-Kino an, anschließend wird er in Köln, Bonn, Bergisch Gladbach und vielleicht auch in Luxemburg gezeigt. "Catena" wird nicht nur Cineasten, sondern sicherlich auch Theaterfans fesseln. Denn mit Tim Olrik Stöneberg, Manfred-Paul Hänig und Klaus-Michael Nix stehen gleich drei renommierte Trierer Theaterschauspieler in der Setlist, dazu Jan Krüger (Brot und Spiele), Helmut Leiendecker und Bruno Winzen (Faust). "Da wächst in Trier ein Netzwerk zusammen", betont Stöneberg. Ausschnitte zum Film "Catena" ist ein Episodenfilm mit fünf eigenständigen Geschichten in fünf verschiedenen Genres. "Die Geschichten lösen sich gegenseitig aus. Da ist alles drin: Action, Horror, Krimi, eine Liebesgeschichte und Comedy", verspricht Stöneberg. Die Comedy-Episode wurde wie ein weiterer Teil in Trier aufgenommen, die drei anderen spielen im Raum Köln. "Wir haben nur nachts gedreht", erzählt Hänig, "und drei Tage lang nicht geschlafen." Hänig ist kein Filmneuling. Er spielte bereits in einem Streifen mit, der für den Oscar nominiert war (The twin sisters/Die Zwillinge, 2003). "Wenn du Theater spielst, wirkt das nicht. Du musst dich auf den Film einlassen", erklärt der 62-Jährige, der mit mehr als 40 Jahren Schauspielerfahrung aufwarten kann. Bei "Catena" hat er, wie alle anderen Beteiligten auch, ohne Gage mitgewirkt. Dadurch blieben die Kosten mit rund 5000 Euro gering. Das Team um den Kölner Filmemacher Falko Jakobs - ein Kumpan Stönebergs aus Jugendtagen - und Produktionsleiter Lars Ostermann hat bereits 2008 den Kinofilm "Hotep" produziert. Bei "Catena" haben die beiden alles selbst gemacht, bis hin zur Filmmusik und den Geräuschen. Und auch die Statisten hätten alles gegeben, sagt Stöneberg. "Tim Heisse hat sich bei einer Kampfszene sogar eine Rippe gebrochen." In einem Kinofilm zu spielen sei eine interessante Sache, meint Helmut Leiendecker (58). "Ich kam da hin, und plötzlich saß ich mit zwei Einbrechern in einem Auto. Du bist sofort im Dreh drin. Und das hat sofort funktioniert." Kino sei etwas total anderes als Schauspiel, erklärt Stöneberg. "Das ist sehr technisch, sehr kurz; man muss sehr präsent sein. Ich bin Theaterschauspieler - das ist meine Leidenschaft." Den fertigen Film erstmals anzuschauen sei aufregend gewesen, sagt der 37-Jährige. "Man weiß ja nicht, was auf einen zukommt." Denn als Schauspieler habe man keinen Überblick über das gesamte Geschehen. So seien bei der Explosion nur Nebelschwaden aufgezogen. "Der Ton wurde später draufgesetzt. Es ist, als erzähle man sich selbst eine Geschichte, die man nicht kennt." Es gebe eine Szene, "die ist sensationell", ergänzt Hänig. "So was habe ich noch nie im Kino gesehen. Ich hatte das Gefühl, ich bin im 3D-Kino - man ist mittendrin." Auf eine vergnügliche Premiere freut sich auch Broadway-Chef Dirk Ziesenhenne. "Es ist eine gelungene Produktion mit einem durchgehenden Faden und einer originellen Idee. Und durch die lokale Komponente ist es eine Nummer, die wir gerne hier machen." "Catena" sei ein absolut professionell produzierter Kinofilm, sagt Stöneberg. Das und dass nicht Trier im Vordergrund stehe, sondern die Geschichte, unterscheide "Catena" von "Freck langsam". Gut sei, dass durch die vielen Produktionen die Stadt im Kino ein Begriff werde. Und noch etwas kann er "Freck langsam" abgewinnen: "Wir würden uns über so einen Hype freuen." Weltpremiere feiert "Catena" am Samstag, 26. März, um 20 Uhr im Broadway, Paulinstraße 18, in Trier. Weitere Vorstellungen: Samstag, 26. März, 22.30 Uhr; Freitag und Samstag, 1. und 2. April, jeweils 21.45 Uhr. Anschließend wird der Film in den regulären Spielplan aufgenommen. Weitere Ausschnitte gibt es auf www.catena-film.de