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| 20:40 Uhr

Trierer Lehrer und Musiker Klaus Risch gestorben

Klaus Risch. TV-Foto: Archiv/ Gerhard W. Kluth
Klaus Risch. TV-Foto: Archiv/ Gerhard W. Kluth
Trier. Im Alter von fast 73 Jahren ist der Trierer Gymnasiallehrer und Fagottist Klaus Risch gestorben. Etliche Jahrzehnte hat der Träger des Bundesverdienstkreuzes sich um die Kultur in Trier verdient gemacht. Gerhard W. Kluth

Trier. In manchen Sachen war er eigen, der Pädagoge und Musiker Klaus Risch. Etwa in der Reihenfolge, in der er seine Tätigkeiten aufzählte. "In erster Linie bin ich immer Lehrer gewesen. Meine Schüler kamen immer an erster Stelle. Dann erst folgte mein eigenes Musizieren." Dabei war es das Fagottspiel, mit dem der gebürtige Mainzer zunächst in der Öffentlichkeit auffiel, als es ihn in den Sechziger Jahren nach Trier verschlug. Ob als Kammermusiker mit seinem Ensemble Novalis oder als Gast bei Streichorchestern.
Vielfach hat der Lehrer am Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier seine Spuren hinterlassen. Schon 1967 gründete er die Arbeitsgemeinschaft Neue Musik, kurz "AGNeM" genannt, die sich intensiv mit dem zeitgenössischen Musikschaffen befasste. In dieser AG versuchte Risch, der bekennende Mozart-Verehrer, bei Schülern und Publikum den Sensus für Neues zu wecken -, ohne jemandem etwas einzubläuen oder aufzuzwingen. 33 Jahre lang war die AGNeM aktiv.
Rischs "Schüler", das waren auch Erwachsene. Etwa, wenn er als Dirigent vor dem Collegium Musicum der Trierer Volkshochschule stand. Manchmal, so erinnern sich Orchestermitglieder, hätten die Erläuterungen des Chefs den Großteil der Proben ausgemacht.
An Anerkennung hat es nie gefehlt: Bundesverdienstkreuz, Trie rer Kulturplakette. Dass man ihn als "Trierer Papst der neuen Musik" apostrophierte, hat ihm mindestens genauso viel bedeutet.
Seiner langen, schweren Krankheit hat er bis zuletzt immer wieder Konzerte abgetrotzt. Ein unermüdlicher Botschafter in Sachen Musik. Gerhard W. Kluth