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Trierer Theater eröffnet die Spielzeit unter Corona-Bedingungen - weniger Plätze

Theater : Trierer Theater eröffnet die Spielzeit

Neustart unter Corona-Bedingungen: Das Theater Trier will ab 1. September auch wieder im Großen Haus am Augustinerhof spielen. Jetzt liegt das Programmheft für die Spielzeit 2020/21 vor, das allerdings deutliche Einschränkungen offenbart. Für manche Inszenierung wird es vorerst kaum Karten geben.

„Mit großer Freude“ hat das Theater Trier am Freitag das Ende der spielfreien Zeit angekündigt. Am 1. September soll sich erstmals wieder seit Mitte März der Vorhang im Großen Haus am Augustinerhof öffnen. Auf dem Programm steht „Marlene“, das Zweipersonen-Schauspiel über Marlene Dietrich, das in der vergangenen Spielzeit sehr erfolgreich in der Europäischen Kunstakademie angelaufen war und wegen der großen Nachfrage aus dem Publikum eigentlich ins Große Haus hätte verlegt werden sollen. Hätte – denn die Corona-Pandemie führte Mitte März zur Schließung des Hauses.

Bei der Wiedereröffnung der Bühne ist alles anders. Nicht vor 622 Besuchern werden die Schauspieler ihr Stück präsentieren, sondern nur vor etwa 140. Die Anzahl der Sitzplätze müsse reduziert werden, „um die Sicherheitsabstände zwischen den Besucherinnen und Besuchern im Großen Haus gewährleisten zu können“, teilte das Theater mit. Ein Tribut an Corona. Die Sicherheit von Zuschauern und Künstlern auf der Bühne stehe „nach wie vor für das Theater an oberster Stelle“, heißt es. Aus diesem Grund sollen im laufenden Jahr auch nur kleine Produktionen mit wenigen Künstlern auf dem Spielplan stehen, große Opern oder Musicals haben frühestens ab Januar eine Chance, realisiert zu werden, erläutert Pressesprecher Christoph Traxel auf TV-Nachfrage.

Abonnenten sind klar im Vorteil. So viel steht schon am Tag vor dem offiziellen Vorverkaufsbeginn fest. Denn bevor Eintrittskarten für die Inszenierungen in den freien Verkauf gehen, werden für die Besitzer der Dauerkarten Plätze reserviert. In Anbetracht der wenigen Zuschauer, denen das Theater mit einer Vorstellung etwas zeigen kann, könnte es beim freien Ticketverkauf eng werden. Viele Vorstellungen können nicht im freien Verkauf angeboten werden. Rund 2500 Abonnenten hatte das Theater in der vergangenen Spielzeit, so Traxel. Wie viele von ihnen dem Theater in der Corona-Zeit treu bleiben, steht noch nicht fest. Die Kündigungsfrist wurde bis Ende August verlängert.

Am heutigen Samstag startet der Vorverkauf für die neue Spielzeit, aufgrund der Pandemie jedoch unter besonderen Bedingungen. Das Theater bittet um Verständnis, dass die Nachfrage des Publikums wegen des verringerten Platzangebots nur eingeschränkt bedient werden kann. Zudem ist es aktuell nur möglich, Karten im Vorverkauf bis zum 31. Dezember 2020 anzubieten. Für die Vorstellungen ab 1. Januar 2021 beginnt der Vorverkauf im November.

Für folgende Vorstellungen können Tickets angeboten werden:

Marlene“ am 1. und 5. September, „Gott“ am 12. und 13. September, „Die Krönung der Poppea“ am 20. September, „Ein ganz gewöhnlicher Jude“ am 10. und 11. Oktober, für alle Sinfoniekonzerte bis zum 31. Dezember, für „Auf und Davon“ am 27. September sowie „Kabale und Liebe“ am 6. Dezember. Für alle weiteren Vorstellungen gibt es drei Tage vor der Vorstellung Restkarten.

Sowohl die Einzelkarten als auch die Abonnement-Karten sind in dieser Spielzeit aufgrund der Kontaktdatenverfolgung sowie der Personalisierung nicht übertragbar und können nicht ohne Absprache mit der Theaterkasse weitergegeben werden.

 Mit „Marlene“ geht es los. Das Stück über Marlene Dietrich, gespielt von Stephanie Theiß, war in der Spielzeit 2019/20 sehr erfolgreich.
Mit „Marlene“ geht es los. Das Stück über Marlene Dietrich, gespielt von Stephanie Theiß, war in der Spielzeit 2019/20 sehr erfolgreich. Foto: Marco Piecuch

In der Spielzeit 2020/21 ändern sich die Öffnungszeiten der Theaterkasse. Ab dem 31. August bleibt die Theaterkasse montags geschlossen. Von Dienstag bis Freitag ist die Theaterkasse von 10 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 13 Uhr.