Tufa-Weihnachtsmärchen "Das letzte Schaf" feiert am 1.12. Premiere

Trier : Weihnachtsmärchen: Zwei Schafe mit einer Botschaft

Am Sonntag feiert das diesjährige Tufa-Weihnachtsmärchen seine Premiere.

Schon seit zwölf Jahren führt Florian Burg (nicht nur) beim Weihnachtsmärchen in der Trierer Tuchfabrik (Tufa) Regie – und er sprüht immer noch vor Leidenschaft. Wenn er beim Probenbesuch des Trierischen Volksfreund von seiner neuen Inszenierung „Das letzte Schaf“ spricht (Premiere am Sonntag, den 1. Dezember), leuchten seine Augen: „Der Autor Ulrich Hub legt uns mit seinem wundervollen Text quasi den Ball auf den Elfmeterpunkt. Wir müssen ihn nur noch reinmachen!“ Zuviel der Bescheidenheit, das Stück verlangt nämlich eine sensible Regie und gute Schauspielerinnen. Lara Schitto, (unlängst im Theater Trier in „Blue Jeans“ zu sehen) und Camille van der Poel sind während der 50 Minuten im kleinen Saal der Tufa ständig gefordert. Die Nähe zum Publikum macht es möglich, auch mit den stillen und leisen Emotionen intensiv zu arbeiten.

Es geht um zwei Schafe, die sich in einer stillen – der heiligen – Nacht darüber wundern, was in ihrer Nähe so plötzlich passiert: helles Licht am Himmel, die Hirten sind verschwunden, Engel erscheinen, Könige reiten auf Kamelen daher. Sie finden heraus, dass ein ganz besonderes Kind geboren wurde. Dabei gibt es schon Verwirrung, ob es ein Junge oder Mädchen ist und Uneinigkeit darüber, wie mit der Situation umzugehen ist. Eins ist aber klar, sie müssen zusammenbleiben, nicht verloren gehen, während sie der Sache auf den Grund gehen. Dabei kommt es natürlich zu Konflikten, Spannungen, und Kommunikationsschwierigkeiten, ganz wie im richtigen Leben. Das eine Schaf ist entdeckungsfreudig, das andere Schaf eher übervorsichtig, das führt zu Streit, man muss sich irgendwie zusammenraufen. Dass das gelingt, sei hier schon mal vorweggenommen, beide machen Zugeständnisse und lernen, dass auch Geschenke nur ihren wahren Wert haben, wenn sie von Herzen kommen und nicht Selbstzweck sind, sondern man etwas von sich selbst hergeben muss.

Das ist eine Botschaft an die jungen Zuschauer, eigentlich ganz im Sinne der christlichen Weihnachtsgeschichte, dann aber wiederum universell anwendbar, unabhängig von Religionen. Das Ganze verpacken Burg und seine Mitstreiter (Staff: Claudia Cartellieri, Kostüme: Monika Diessner) in poetische Bilder und naiv-liebenswerte Dialoge und „entlarven so den alljährlichen Rummel der Festtage und entdecken den wahren Wert von Weihnachten“, so die Ankündigung der Tufa.