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Über Heiligkreuz nach Pellingen

Über Heiligkreuz nach Pellingen

Eine Stadt und 1000 Fragen. Der TV hat eine Kettenreaktion ausgelöst: Wer eine Frage beantwortet, darf eine neue Frage stellen. Ob die Frage nun todernst ist oder gäggisch, ob sie an den Bischof geht oder an den Postboten - der Volksfreund wird versuchen, bis zum folgenden Samstag eine Antwort zu bekommen.

TV-Leser Walter Schneider aus Trier wies die Redaktion darauf hin, dass in der Antwort der Vorwoche zwei geschichtliche Ereignisse miteinander vermischt worden sind.
Aus dem Werk "Trierische Geschichte" von Nikolaus Haller und Peter Züscher geht folgender Sachverhalt hervor: Adalbero von Luxemburg befestigte nach seiner missglückten Wahl zum Bischof die Konstantin-Basilika in Trier. Als jedoch Bischof Poppo zwei Burgen von Adalbero von Luxemburg eroberte und zerstörte, übergab dieser freiwillig die Basilika sowie alle sich in seinem Besitz befindlichen Burgen. Er kehrte nach St. Paulin zurück, wo er einst als Propst tätig gewesen war.
Lediglich sein Neffe Adalbero der Jüngere leistete auf der Feste Alteport (vermutlich die früheren Kaiserthermen) weiterhin Widerstand. Als alle Versuche Poppos, das Kastell einzunehmen, scheiteren, bediente sich der mit der Eroberung beauftragte Ritter Siko einer List. Er schmuggelte in Weinfässern Soldaten in die Festung, die die Bewohner überwältigten und Adalbero besiegten.
Somit wurde also nicht die Konstantin-Basilika durch eine List zurückerobert, sondern das Kastell Alteport.
Die Frage: In der jüngsten Kettenreaktion lautete die Frage: Wie hieß die Straße nach Pellingen im Mittelalter?

Die Antwort: Die heute nach Pellingen führende Bundesstraße 268 gab es im Mittelalter natürlich noch nicht. TV-Leser Reinhold Brähler aus Gusterath verweist auf das Werk "Trier und Umgebung, Heimatkundliche Betrachtungen Nr. 3" von 1950. Demnach verlief der Weg nach Pellingen damals über Heiligkreuz und den Wolfsberg auf den Kandelsbach zu. Im weiteren Verlauf erreichte der Weg die Route der heutigen Pellinger Straße.
Der Weg taucht laut der genannten Quelle in Urkunden unter dem Namen Staatsstraße auf und wurde im Mittelalter Straßburger Straße genannt.

Und weiter geht\'s: Walter Schneider stellt die neue Frage: Wer hat den Trierer Stadtbach zu welcher Zeit installiert, und von wo nach wo verlief er? cus/mich
Wer die Antwort kennt und selbst gerne eine Trier-Frage stellen möchte, kann sich per E-Mail an die TV-Lokalredaktion Trier wenden: trier@volksfreund.de (Betreff Kettenreaktion).
Mehr dazu lesen Sie am kommenden Samstag in der nächsten Folge.