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Um die Wette inszenieren

Elke Reiter (im Bild mit Michael Gubenko) war schon im vergangenen Jahr dabei. In diesem Jahr spielt sie in der Inszenierung der Trierer Teilnehmerin Judith Kriebel mit. TV-Foto: Archiv/Anke Emmerling
Elke Reiter (im Bild mit Michael Gubenko) war schon im vergangenen Jahr dabei. In diesem Jahr spielt sie in der Inszenierung der Trierer Teilnehmerin Judith Kriebel mit. TV-Foto: Archiv/Anke Emmerling
Trier. Unter dem neuen Namen "Versionale" kommt das als Wettbewerb gestaltete Internationale Festival für Theaterregie zum zweiten Mal nach Trier. Zwölf Regisseure zeigen am kommenden Wochenende in der Tufa Kurzinszenierungen von "Ein Sommernachtstraum". Von unserer Mitarbeiterin Anke Emmerling

Das Internationale Festival für Theaterregie wird in diesem Jahr zum fünften Mal für freie Theatergruppen, Regisseurinnen und Regisseure aller Genres, Nationalitäten und Kulturkreise in ganz Europa veranstaltet. Allein in Deutschland gibt es sechs Austragungsorte. Trier ist neben Berlin, Dresden, Essen, Hamburg und Leipzig zum zweiten Mal dabei. Wie schon im Vorjahr treffen in der Tufa an zwei aufeinanderfolgenden Abenden insgesamt zwölf Regisseure und Regisseurinnen im Wettbewerb aufeinander.

Ein Text, viele Interpretationen



Ihre Aufgabe ist es, nach dem gleichen Text aus Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" Bühnenstücke zu inszenieren, die nicht länger als 18 Minuten sein dürfen. Was sie dabei aus dem Stoff machen, steht ihnen völlig frei. Daher rührt auch der Name "Versionale", wie Veranstalter David Hein erklärt: "Es geht darum, so verschiedene Versionen wie möglich zu zeigen." Mit einem Team aus höchstens fünf Schauspielern und nach nur einer Stunde Probenzeit am Aufführungstag werden die jeweiligen Stücke vor Publikum und einer professionellen Jury präsentiert. Anschließend dürfen die Regisseure kurz Stellung zu ihren Inszenierungen nehmen. Die Zuschauer wählen an jedem Aufführungsabend einen eigenen Favoriten, die Jury nach beiden Abenden einen Gesamtsieger. Er oder sie erhält einen Geldpreis und zieht mit den beiden vom Publikum Nominierten ins innerdeutsche Finale vom 3. bis 5. Dezember in Leipzig. Die Sieger dort erwartet das europäische Finale in Trient (Italien) vom 17. bis 19. Dezember.

Mehrere Trierer in der Jury



Die Trierer Ausscheidung beginnt am Samstag, 13. November, um 20 Uhr in der Tufa. An diesem Abend präsentieren sich außer dem jüngsten Teilnehmer, dem Wormser Abiturienten Eike Eberhardt, die Regisseure Andreas Schnell, Daniel Theuring, Georgios J. Slimistinos, Natalie Schramm und Marcel Krohn.

Am Folgeabend, Sonntag, 14. November, ab 20 Uhr ist neben Alexia Basile, Christian Mayer, Elisa Occhini, Stephanie Vagt und David Jauzion-Graverolles mit Judith Kriebel eine Trierer Teilnehmerin am Start. Kriebel war von 2007 bis 2010 Regieassistentin am Theater Trier und hat unter anderem mit Alexander Ourth "Das Wunderwerk" für das Festival "Maximierung Mensch" inszeniert. Auch in der Jury sitzen mit Regisseur Sebastian Bolitz aus der studentischen Gruppe "TheaterUmriss" und Helge Gutbrod, Schauspieler am Theater Trier sowie Immanuel Bartz vom Max-Tuch-Theater Aktive aus der Trierer Theaterszene.