Ungewöhnlicher Fachwechsel

Dass ein Klassik-Sänger einen Ausflug ins Pop-Geschäft macht, ist nichts Ungewöhnliches mehr. Aber dass ein hochkarätiger Pop-Sänger komplett auf das Gebiet der Klassik wechselt, kommt selten vor. Der frühere Sänger der "Reminders", Manfred Heinz, wagt den musikalischen Neuanfang.

 2005 rockte er noch auf der Bühne vor der Porta Nigra – nun singt Manfred Heinz klassich. Foto: TV-Archiv

2005 rockte er noch auf der Bühne vor der Porta Nigra – nun singt Manfred Heinz klassich. Foto: TV-Archiv

Trier. (DiL) Dass er auch höchste Töne exakt treffen kann, das hat Manfred Heinz oft genug bewiesen. Aber da ging es um Oldies von den Beatles, den Beach Boys oder den Rolling Stones. Seit zwei Jahren sind es Klänge von Donizetti, Rossini oder Puccini, die in seinem Probenraum ertönen - oft genug in höchsten Regionen. 1997 beendete er seine Karriere als Frontmann der erfolgreichsten Band in der Region Trier, um acht Jahre lang konsequent jede Bühne zu meiden. 2005 gab es ein kleines Revival, aber parallel begann Heinz, bei Tenor Thomas Siessegger Unterricht in klassischem Gesang zu nehmen. Gründlich, wie er schon immer war, arbeitete der Sänger zweieinhalb Jahre intensiv im stillen Kämmerlein. Nun geht er, von einem Auftritt im privaten Rahmen abgesehen, zum ersten Mal als Klassiker auf die Konzert-Bühne. Am 19. Oktober um 20 Uhr im Balkensaal des Bürgerhauses Trier-Nord steigt die Premiere des Programms "Musikalische Reise durch Leben und Liebe". Dafür hat er sich mit den Pianistinnen Christine Reles und Sonja Kranich zusammengetan. Im ersten Teil des Abends trägt Christine Reles persönlich gefärbte Eigenkompositionen vor, im zweiten Teil macht sich Manfred Heinz, begleitet von Sonja Kranich, auf eine musikalische Reise durch Arien und Lieder seiner italienischen Lieblingskomponisten, aber auch von Robert Schumann.

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