Unterm Strich - Die Kulturwoche

Die Themen Flüchtlinge und Rechtsextremismus sind allgegenwärtig und beschäftigen auch die Kulturschaffenden in dieser Woche. Der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah tut es, Nadine Angerer, Weltfußballerin des Jahres 2013, tut es, Wasserspringer Patrick Hausding, Fußballschiedsrichterin Bibiana Steinhaus und Bundestrainer Joachim Löw tun es auch.

Sie zeigen mit weiteren Sportlern und auch Politikern Rechtsextremismus und Diskriminierung die Rote Karte und treten ein für Fair Play, Demokratie und Menschenwürde. Für die Ausstellung "VorBilder" haben sie sich von Angelika und Bernd Kohlmeier fotografieren lassen. Zu sehen sind die Bilder seit Dienstag bis Sonntag, 6. September, in der Bundeskunsthalle Bonn. Anschließend wandern sie durch ganz Deutschland. Politisch geht es seit gestern auch beim Poetenfest in Erlangen zu. Themen sind der Zusammenhalt Europas, die Folgen des Anschlags auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" und 70 Jahre Kriegsende, aber auch starke Frauen. Frauen wie die Publizistin Alice Schwarzer und die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, die sich in Lesungen und Gesprächen in Porträt-Abenden vorstellen. Die Veranstalter erwarten bis Sonntag, 30. August, mehr als 10 000 Besucher zu dem wichtigsten deutschen Literaturfestival vor der Frankfurter Buchmesse. Ganz unpolitisch gehen heute die Bayreuther Festspiele zu Ende.Aber es gibt einen Abschied für immer: Eva Wagner-Pasquier (70) steigt aus der Festspielleitung aus. Ihre Halbschwester Katharina Wagner (37) wird alleinige Chefin. Doch die hat sich rargemacht. Sie fehlte bei der Begrüßung der Premierengäste ebenso wie beim Staatsempfang zum Abschluss des Eröffnungstags und bei der Wiedereröffnung des sanierten Richard-Wagner-Museums. Abschied nehmen heißt es auch von Kirill Petrenko. Er gibt die musikalische Leitung des Opern-Vierteilers "Der Ring des Nibelungen" ab und wird sich auf seine Aufgabe als Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper in München konzentrieren, ehe er die Berliner Philharmoniker übernimmt. Und noch etwas werden die Besucher vermissen: Die heiß geliebte "Lohengrin"-Inszenierung von Hans Neuenfels mit Klaus Florian Vogt als Schwanenritter fliegt vom Spielplan. Dafür gibt es die Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper "Tristan und Isolde" wieder. Diesmal mit Petra Lang in der weibliche Titelpartie. Vorher wird das weltberühmte Opernhaus aber noch saniert - es lebe der Wechsel. mehi