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Unvergessene Evergreens aus den 40er Jahren

Unvergessene Evergreens aus den 40er Jahren

Das Glenn Miller Orchestra hat am Freitagabend im Gerolsteiner Rondell bewiesen, dass die Melodien des großen Bandleaders der 40er Jahre unsterblich sind. Rund 150 Zuschauer swingen mit.

Gerolstein. Es ist heiß im Rondell - schon bevor das Glenn Miller Orchestra die heiße Musik aus der wohl bedeutendsten Ära der Big-Band-Musik spielt - der Ära Glenn Millers. Das 17-köpfige Orchester unter der Leitung von Will Salden besteht in fast unveränderter Besetzung seit 1985. Zeit genug also, einen Sound zu erschaffen, der dem Original erstaunlich nahe kommt. Miller, selbst Posaunist, erschuf seinen unverwechselbaren Sound, indem er mehr Klarinetten und Saxofone einsetzte als andere Bandleader seiner Zeit.
Immer wieder Applaus


Das holländische Orchester im Rondell ist nicht so groß besetzt, aber die Musiker sind allemal Multi-Instrumentalisten - wechseln bei Bedarf von Saxofon zu Klarinette, von Trompete zu Posaune und lassen so die unvergessenen Evergreens Millers wieder auferstehen. "In the Mood", Moonlight Serenade" oder Chattanooga Choo Choo" klingen perfekt und einige im Publikum hält es kaum noch in ihren Sitzen. Es swingt und jazzt, dass es eine Freude ist. Die Musiker des The World Famous Glenn Miller Orchestra - so der volle Name der Combo - verlassen bei den Soli ihren Sitzplatz und treten an die Bühnenkante. Der Show kommt das zugute, die ausnahmslos perfekt spielenden Musiker erhalten immer wieder Szenenapplaus.
Das Orchestra spielt im Rondell ohne zusätzliche Verstärkung, nur Sängerin Ellen Bliek greift zum Mikrofon, genauso wie die "Moonlight Serenaders" , ein Chor, der sich praktischerweise aus den Bandmitgliedern rekrutiert.
Die Akustik im nüchternen Zweckbau Rondell ist erstaunlich gut. Vielleicht sollte hier öfter einmal ohne großen technischen Aufwand gearbeitet werden. Das Orchester bot einen außergewöhnlichen Abend mit Musik auf höchstem Niveau. Es hätte freilich mehr Zuschauer verdient gehabt. now