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Veronika, der Sommer ist da

Veronika, der Sommer ist da

Das Mosel-Musikfestival dreht auf: Gleich sechs hochkarätige Open-Airs bevölkern in den kommenden Sommerwochen den Innenhof des Kurfürstlichen Palais an der imposanten Basilika-Rückwand - präsentiert vom Trierischen Volksfreund. Das musikalische Spektrum bietet für jeden Geschmack etwas.

Trier. Festival-Intendant Hermann Lewen geht aufs Ganze: In der Trierer Wetter-Lotterie setzt er voll auf Petrus und riskiert ein aufwendiges Open-Air-Programm vom 25. Juli bis zum 23. August. Für den Auftakt sorgt eine imponierende Kombination: Der Echo-Preisträger und weltweit gefragte Oboist Albrecht Mayer hat sich mit einem aufstrebenden Stern zusammengetan, der aus der Region Trier stammt: Thomas Hammes aus Osann-Monzel gilt mit seinen 29 Jahren als einer der besten Trompeter seiner Generation. Zusammen mit der "Sinfonia Varsovia" zelebrieren sie "Barocke Sommerpracht". Und passend zum Thema wird im Anschluss an das Konzert der Palastgarten illuminiert. 25. Juli, 21 Uhr: Barocke Sommerpracht.Tags drauf kommt eine gänzlich andere Musikrichtung zu ihrem Recht: Unter dem Titel "Veronika, der Lenz ist da" erleben die legendären "Comedian Harmonists" eine Wiedergeburt. Sechs junge Sänger aus Berlin haben sich in den vergangenen zehn Jahren zur Aufgabe gemacht, Ohrwürmer wie den "Kleinen grünen Kaktus", "Wochenend und Sonnenschein" oder "Irgendwo auf der Welt" wieder live auf die Bühne zu bringen. 26. Juli, 21 Uhr: "Veronika, der Lenz ist da".Experimentierfreudig sind die Moselfestwochen schon immer gewesen, aber so etwas gab es in den vergangenen zwei Jahrzehnten noch nie: Hunderte afrikanischer Trommeln, "Djemben" genannt, werden den Innenhof des Kurfürstlichen Palais in ein rhythmisches Tollhaus verwandeln. Gespielt werden sie nicht von Musikern der Gruppe "Drum Conversation", sondern von den Besuchern selbst. Das internationale Ensemble um Trommler Ismael Seck zeigt, wie es geht - und demonstriert selbst meisterhafte afrikanische Trommelkunst. 1. August, 21 Uhr: Nacht der Trommeln.Nur wenige Musiker sind namentlich so mit der Geschichte einer Musikrichtung verbunden wie Lionel Hampton mit dem Swing. An seine Kunst erinnert die 18-köpfige Original-Swingtime-Bigband. Zur Feier von Hamptons 100. Geburtstag kommen als besondere Gäste der aus Dhron stammende Sänger Lothar Stadtfeld und der Vibraphonist Martin Breitschmid dazu. 2. August, 21 Uhr: The Golden Swing Night.Kabarett und Klassik: Diese Mischung ist spätestens seit Loriot und Dieter Hildebrandt zum einem Publikumsrenner avanciert. Der Mainzer Kabarettist und "Klaviator" Lars Reichow produziert aber schon länger mit den Blechbläsern des Hessischen Rundfunks pfiffige Programme, die klassische Blasmusik von Mozart, Bach, Liszt oder Saint-Saens mit gescheiten Erkenntnissen, Aphorismen und bissigen Anmerkungen verbinden. 9. August, 21 Uhr: Musikalische Eulenspiegeleien.Das Sommer-Finale gehört dem Trierer Konzertchor, der sich mit seinem traditionellen Open-Air wieder in das Mosel-Musikfestival eingereiht hat. Diesmal hat Dirigent Manfred May das selten gespielte Händel-Oratorium "Theodora" ausgegraben, das er mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester und einer illustren Solisten-Schar um die Sopranistin Christina Clark und den Countertenor Andreas Taubert auf die Bühne bringt. 23. August, 20 Uhr: "Theodora".Ausweichort bei sehr schlechtem Wetter ist die Europahalle (Ausnahme: "Theodora" wechselt bei Regen nach St. Maximin). Weil die Bühne überdacht ist, muss das Konzert bei einem kleinen Schauer aber nicht zwangsläufig verlegt werden. Detail-Infos zu allen Veranstaltungen im Internet unter www.moselmusikfestival.de. Karten im Vorverkauf in den TV-Presse-Centern Trier, Bitburg und Wittlich, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets