| 20:34 Uhr

Viel Licht, brillanter Sound und eine großartige Stimme

Marcus Mumford. Foto: Mandy Radics
Marcus Mumford. Foto: Mandy Radics
Esch-sur-Alzette. Mit Folkmusik groß rauskommen geht nicht? Von wegen. Mumford & Sons haben es gerade vorgemacht und dabei internationale Preise abgeräumt. Am Mittwoch haben sie in der ausverkauften Rockhal vor 6000 Fans gespielt.

Esch-sur-Alzette. Dutzende runde Leuchten, die alten Kutschenlampen mit Kerzen nachempfunden sind, sorgen für ein warmes Licht auf der Bühne in der Rockhal im luxemburgischen Esch-sur-Alzette. Das gesamte Szenario wechselt mal zu blutrot, royalblau oder orange. Die britische Band Mumford & Sons tritt zum ersten Mal in Luxemburg auf. "Sprechen Sie Deutsch?", ruft Sänger Marcus Mumford. 6000 Fans sind in die Rockhal gekommen. Marcus Mumfords Stimme überzeugt dann auch mehr als sein Deutsch. Auch seine Bandkollegen mischen gesanglich kräftig mit, während sie gleichzeitig Banjo, Keyboard oder Kontrabass spielen.
Die Songs sind bunt gemischt. Die Briten präsentieren ältere Stücke und Songs aus dem neuen Album "Babel". Mit dem gleichnamigen Song starten sie in den Abend, der erst spät beginnt. Zwei Vorbands müssen die Fans hören, bevor der Hauptakt des Abends die Bühne betritt. Das geschieht erst um 22 Uhr.
Die Stücke "Little Lion Man" vom Album "Sigh no more" und "Whispers in the dark" vom Album Babel spielen die Briten. Bei "Lovers of the light" runden drei Geiger und drei Bläser den Song ab. Überhaupt spielen die Folkrocker viele Balladen.
Obwohl die Arrangements harmonisch sind, fehlt die Betonung einzelner Instrumente. Das hätte etwas mehr Abwechslung in den Abend gebracht. Den Fans gefällt es trotzdem. Sie singen viele Stücke textsicher mit.
Zugaben gibt es aufgrund des späten Beginns erst ab 23.30 Uhr. Erst zum Abschluss bringen Mumford & Sons den Ohrwurm "I will wait" aus dem aktuellen Album. Den erleben viele Zuschauer schon nicht mehr mit. Bereits vor Showende machen sich einige auf den Heimweg. Doch der Rest feiert die Band, die jüngst bei den Grammys, beim Brit-Award und beim Echo abgeräumt hat, bis zum Schluss. MRA