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Konzert: Vivaldi, Telemann und Bach – Rendezvous der Barockstars

Konzert : Vivaldi, Telemann und Bach – Rendezvous der Barockstars

Beim 3. Trierer Sinfoniekonzert am 13. Dezember im Theater Trier stehen drei Komponisten im Vordergrund.

Sinfoniekonzerte heißen so, weil dort Sinfonik gespielt wird. So gesehen fällt das 3. Trierer Sinfoniekonzert (13. Dezember, 20 Uhr im Theater) deutlich aus dem gewohnten Rahmen. Mit Johann Sebastian Bach, Georg Philipp Telemann und Antonio Vivaldi stehen drei Barockkomponisten im Programm. Und mit Wolfgang Katschner dirigiert ein Musiker, der sein mittlerweile beachtliches Renommee vor allem dem sensiblen und originellen Umgang mit Alter Musik verdankt. Er war mit seiner „Lautten Compagney“ bereits 2016 in Trier. Bei Katschner und seinem Ensemble sei Alte Musik bestens aufgehoben, schrieb damals der TV.

Die drei Komponisten, deren Werke Katschner nach den Wünschen des Theaters ausgewählt hat, waren zweifellos Stars der Barockzeit. Vivaldi entfaltete in seinen Instrumentalkonzerten eine Wirkungskraft und einen Einfallsreichtum, die ihn rasch zur europäischen Berühmtheit machten. Mittlerweile haben Musiker und Veranstalter auch den Vokalkomponisten Vivaldi entdeckt. Jedenfalls gehört die Psalmvertonung „Laudate pueri Dominum“ zu den schönsten Solokantaten der Barockzeit. Mit der „Hamburger Ebb‘ und Flut“ präsentiert sich Telemann als führender deutscher Komponist der „französischen Ouvertüre“ – einer Tanzfolge, die von einer französischen Ouvertüre (langsam-schnell-langsam) eingeleitet wird. Die C-Dur-Ouvertüre BWV 1066 schließlich gehört in ihrem Reichtum an Klangfarben und ihrer stilistischen Spannweite zu Bachs schönsten Instrumentalwerken.

Auch die Kantate 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ des damals 29-jährigen Bach beginnt mit einer französischen Ouvertüre – die allerdings ergänzt und bereichert durch eine subtile Choralbearbeitung. Darauf indes folgen keine Tänze, sondern Meditationen über das Wunder der Christgeburt. Und im vierten Satz kommt Christus selber zu Wort: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“

Barock-Kompositionen gehören in Trier nicht gerade zum philharmonischen Alltag. Umso wichtiger, wenn ein Kenner Alter Musik wie Wolfgang Katschner am Dirigierpult steht. Der hat die Trierer Philharmoniker auf Kammerorchester-Größe reduziert, zielt auf tänzerische Leichtigkeit und auf die musikalische Rhetorik, die einfach zur Barockmusik gehört. Und mit Eva Maria Amann, Silvie Lefringhausen, Derek Rue und Karsten Schröter stehen vier mit Bedacht ausgewählte Trierer Ensemblemitglieder als Solisten an der Rampe.

3. Sinfoniekonzert am 13. Dezember, 20 Uhr, im Trierer Theater. Werke von Bach, Vivaldi und Telemann. Eva Maria Amann, Sopran, Silvie Lefringhausen, Alt, Derek Rue, Tenor, Karsten Schröter, Bass. Philharmonisches Orchester der Stadt Trier, Dirigent Wolfgang Katschner. Karten: (0651) 718 1818. www.theater-trier.de