Vom Banker zum Organisten

Vom Banker zum Organisten

Solist des nächsten Abends des Orgelsommers in der Konstantinbasilika ist der Schotte Douglas Bruce, der am Mittwoch, 14. Juli, spielt. Der musikalische Seiteneinsteiger lebt heute in der Schweiz.

Trier. (gkl) Wenn am Mittwoch, 14. Juli, um 20.30 Uhr das nächste Konzert des Orgelsommers erklingt, sitzt ein ehemaliger Banker am Spieltisch der Schuke-Orgel. Bruce, 1942 im schottischen Perth geboren, war bis 2001 in leitender Stellung der internationalen Finanzwelt tätig. Aber neben Banknoten spielten die Orgelnoten immer eine wichtige Rolle in seinem Leben. Er genoss seine Ausbildung am Royal College of Music und am Royal College of Organists. Seine Studien beendete er mit diversen Solistendiplomen. Seit nunmehr neun Jahren konzentriert sich Bruce ausschließlich auf das Orgelspiel, ist aber auf dem internationalen Parkett zuhause geblieben. Neben seiner Tätigkeit als Kirchenmusiker in der Nähe von Basel gastiert er regelmäßig als Konzertsolist in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und in Kanada.

Für sein Konzert in Trier wird Bruce ein abwechslungsreiches Programm im Reisegepäck haben. So spielt er Johann Sebastian Bachs Toccata und Fuge d-Moll, BWV 565, für viele der Inbegriff der Orgelmusik schlechthin. Außerdem sind die vierte Sonate in B-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Variationen über ein walisisches Kirchenlied von dem Wiesbadener Komponisten Hans Uwe Hielscher vorgesehen.