Vom Hammerklavier über das Cembalo zum Spinett

Vom Hammerklavier über das Cembalo zum Spinett

In Kooperation mit dem Haus Beda und präsentiert vom Trierischen Volksfreund waren die Mozart-Wochen Eifel zum zweiten Mal zu Gast in Bitburg. Hier konnte man einen Abend mit dem Bach Collegium Berlin erleben.

Bitburg. (gkl) So richtig zurecht kommen konnte man nicht, beim zweiten Konzert der Mozart Wochen Eifel im Haus Beda in Bitburg. Im Hauptprogramm des Festivals war angekündigt, dass das Bach Collegium Berlin mit Armin Thalheim am Hammerklavier auftreten werde. Im Abendprogramm war dann zu lesen, Thalheim werde am Cembalo spielen. Tatsächlich saß er dann an einem Spinett, das zwar mit dem Cembalo verwandt ist, aber doch eine ganz andere, erheblich bescheidenere Klangentfaltung besitzt als sein großer Bruder. Die Schwächen dieses sicherlich meisterlich gefertigten Instrumentes sollten dann im Konzert auch deutlich werden. Thalheim hatte kaum eine Chance, seiner wichtigen Continuoaufgabe gerecht zu werden. Schon im ersten Werk des Abends, Antonio Vivaldis Sonate Nr. 7 in a-Moll, RV 44, für Violoncello und Basso continuo, wurde Thalheims Spiel vom breiten und kräftigen Ton des Cellisten Damien Ventula zugedeckt.

Der Ensemblename "Bach Collegium" impliziert wenigstens eine gewisse historisch informierte Aufführungspraxis. Davon aber war das Duo weit entfernt. Nicht nur, dass schon das Zusammenspiel gelegentlich nicht wirklich funktionierte. Barocker Esprit, Agogik, treibende Lebendigkeit waren über weite Strecken Fehlanzeige. Ein Lichtblick waren die beiden Damen des Ensembles. Die Flötistin Silvia Careddu brachte in Vivaldis Sonate g-Moll, RV 58, und der Triosonate D-Dur, RV 84, Lebendigkeit ins Spiel, erarbeitete Aussagen, ging über das reine Notenspiel hinaus.

Für Mozart-Wochen Verhältnisse war der Besuch des Konzertes mit einem halb gefüllten Saal eher bescheiden, was sicherlich in erster Linie dem Wetter geschuldet war. Denen, die sich auf den Weg gemacht hatten, gefiel der Abend, was sie mit herzlichem Applaus kundtaten.