1. Region
  2. Kultur

Vom Klassensaal auf die große Bühne

Vom Klassensaal auf die große Bühne

Auch in diesem Jahr hat das Prümer Orchesterprojekt (POP) einige Überraschungen zu bieten: Nicht nur Filmmusiken und Musicalmelodien sind zu hören, sondern es kommt am Samstag, 30. Januar, in der Bitburger Stadthalle auch der Flügel zum Einsatz - Chopin steht auf dem Programm.

Bitburg. Sie sind rar gesät, die Gelegenheiten, solch einem großen Verbund an Musikern bei der Probe zuzuschauen - besonders, wenn die Enge des Raumes es kaum zulässt, der Dynamik, die die rund 60 Musiker entfesseln, zu entfliehen.
Das Prümer Orchesterprojekt (POP) probt für seinen diesjährigen, großen Auftritt in der Bitburger Stadthalle im Musiksaal des St.-Willibrord-Gymnasiums. Dies sei ein Kompromiss, berichtet Markus Wolsiffer, der musikalische Leiter des Projektes: "In den weit größeren Musikräumen des Regino-Gymnasiums in Prüm können wir wegen der Überarbeitung des Brandschutzes in diesem Jahr nicht proben."
Generalprobe im Gymnasium


Und es gilt, eine weitere Unannehmlichkeit wegzustecken, denn die Generalprobe kann nicht wie geplant in der Bitburger Stadthalle stattfinden. "Wir halten die Probe im St. Willibrord Gymnasium ab. Am Tag vor unserem Konzert ist die Stadthalle leider belegt", sagt der Dirigent.
Doch die Musiker sind froh und dankbar, überhaupt einen Übungsraum gefunden zu haben - und darüber hinaus auch noch einen, in dem ein Flügel steht. Das Tasteninstrument kommt während der Aufführung gleich zweimal zum Einsatz: Franziska Leufgen aus Rommersheim spielt auf ihm die Romanze aus dem zweiten Satz des Klavierkonzertes in e-moll von Frédéric Chopin, Jaquelin Liedloff wird den ersten Satz des Klavierkonzertes des norwegischen Pianisten Edvard Grieg darbieten.
Franziska ist über die Aussicht, schon bald vor Hunderten von Zuhörern in der großen Stadthalle in die Tasten zu hauen, nicht sonderlich aufgeregt. "Klavier ist mein Hauptinstrument", sagt die 14-Jährige, die im Projektorchester und im Schulorchester des Regino-Gymnasiums auch die Bratsche bedient. "Das Stück habe ich bereits geübt, aber wahrscheinlich kommt die Nervosität noch."
Der Flügel werde eigens für das Konzert am Samstag, 30. Januar, aus Luxemburg angeliefert, berichtet Markus Wolsiffer. "Damit steigen zwar unsere Unkosten - aber es lohnt sich", sagt der Prümer Musiklehrer. 800 Euro koste die Miete des Flügels, rund 1300 Euro habe das Orchester für das benötigte Notenmaterial bereits ausgegeben. "Doch wir sind guten Mutes, dass wir nach dem Konzert mit einer schwarzen Null da stehen", sagt Wolsiffer im Hinblick auf die zu erwartenden Einnahmen. "Vielleicht bleibt ja auch noch etwas übrig, um ein weiteres Instrument anschaffen zu können."
Bei den weiteren Kosten, wie der Hallenmiete und der Werbung, helfen die Kulturgemeinschaft Bitburg, die Stiftung der Kreissparkasse, die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz und die Dr. Hanns-Simon-Stiftung.
Das Publikum darf sich am Samstag, 30. Januar, auf eine abwechslungsreiche Mischung aus Filmmusiken - darunter Mission Impossible und The Rock, aber auch Musicalmelodien wie Miss Saigon und Jazz, zum Beispiel Rhapsody in Blue freuen.
Ein besonderer musikalischer Knaller ist "A Tribute To The King" des amerikanischen Komponisten Ted Ricketts, der viele bekannte Elvis-Songs beinhaltet.
Das Konzert des Prümer Orchesterprojekts (POP) ist am Samstag, 30. Januar, 20 Uhr, in der Bitburger Stadthalle. Veranstalter ist die Kulturgemeinschaft Bitburg, Tickets gibt es unter <%LINK auto="true" href="http://www.ticket-regional.de" text="www.ticket-regional.de" class="more"%>