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Warum Amerika Amerika heißt: Ausstellung in der Unibibliothek

Warum Amerika Amerika heißt: Ausstellung in der Unibibliothek

Um das romanischsprachige Amerika und seine Entdeckung geht es einer Schau in der Unibibliothek, die das America Romana Centrum mit Studierenden der Romanistik ausgerichtet hat.

Trier. Mal ehrlich, wer weiß noch, warum Amerika Amerika heißt und nicht Kolumbien. Oder warum auf dem südamerikanischen Kontinent vorwiegend spanisch gesprochen wird. Und was hat es mit der karibischen Dominikanischen Republik und seiner Hauptstadt Santo Domingo bei der Entdeckung der Neuen Welt auf sich? All das und vieles mehr beantwortet eine interessante Ausstellung des America Romana Centrums (ARC) der Universität Trier in der dortigen Unibibliothek.
Vier Seminare zum Thema


Die Schau ist das Ergebnis von vier Seminaren des Zentrums zum Thema. Gleich mehrere Ziele verfolgt das Projekt des ARC. Natürlich will die Ausstellung zunächst über ihr Thema informieren.
Überdies stellt sich mit ihr das 2009 gegründete Institut der Öffentlichkeit vor. Besonders wichtig ist Institutsleiter Andre Klump und seiner Assistentin Christine Felbeck allerdings, dass erstmals Romanistik Studenten "führend" bei der Schau mitgewirkt haben.
Fünf thematische Blöcke


Thematisch ist die Ausstellung in fünf Blöcke gegliedert. Es geht darin um die Vorgeschichte der Entdeckung, ein weiterer Block stellt Columbus und andere Entdeckerpersönlichkeiten vor. Aufschlussreiches erfährt man in der nächsten Abteilung über die Entdeckernationen Portugal, Spanien und später Frankreich sowie ihren Einfluss auf Sprache und Kultur der entdeckten und kolonisierten Länder. Betrachtet werden zudem die romanischen Sprachen im gesamten amerikanischen Kontinent.
Von der Entdeckerzeit bis heute


Wichtig ist für Klump der Zusammenhang zwischen historischen Entwicklungen und aktuellen Verhältnissen. "Wir versuchen den Bogen aus der Entdeckerzeit bis heute zu spannen", erklärt der Professor für Sprachwissenschaft.
An Stellwänden, in Vitrinen und Schautafeln erwartet die Besucher viel Sehenswertes und Informatives. Darunter sind neben Texten alte Landkarten, schöne Buchausgaben oder auch Hinweise auf Flora und Fauna sowie Exportprodukte, die erstmals über die Dominikanische Republik und ihren Hafen Santo Domingo in die "Alte Welt" exportiert wurden.
Mit der Dominikanischen Republik unterhält das ARC übrigens inzwischen eine Forschungskooperation, die dem Institut, wie Klump und Felbeck erklären, ein europaweites Alleinstellungsmerkmal sichert. er
Bis Sonntag, 7. Juli, Montag bis Freitag 8 bis 24 Uhr, Samstag 8 bis 19 Uhr, Sonntag 11 bis 15 Uhr. Weitere Informationen:
www.ub.uni-trier.de