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Was graben die da unten aus? Neue Ausstellung im Landesmuseum

Was graben die da unten aus? Neue Ausstellung im Landesmuseum

Als Außenstelle der Direktion Landesarchäologie der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz ist das Rheinische Landesmuseum Museum Trier "grabendes Museum". Was dabei geschieht, erfahren Besucher in der Ausstellung "Tatort Archäologie".

"Wie funktioniert Archäologie" - diese Frage beantwortet die neue Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum auf informative und dabei höchst unterhaltsame, sogar spielerische Art. Wobei gleichermaßen das Kind im erwachsenen Besucher wie tatsächliche Kinder angesprochen werden.

"Tatort Archäologie ist eine Ausstellung zum Mitdenken, Mitmachen und zum Ausprobieren", sagt Projektleiterin Mechthild Neyses-Eiden. Auf einem Rundgang durch sieben Säle werden Arbeitsweisen, Aufgaben und Arbeitsmittel der Archäologie und ihre Rolle in der Bodendenkmalpflege vermittelt.

Zunächst wird geklärt, warum und nach was Archäologen überhaupt graben. Anschließend geht es hinab in die Erde, in ein römisches Gräberfeld und den vielschichtigen Boden der Stadt Trier. Einmal geborgen - erfährt der Besucher - wandern die Funde ins Museum, wo sie von Restauratoren aufwendig konserviert und soweit möglich wiederhergestellt werden. Schließlich müssen sie wissenschaftlich bearbeitet, zugeordnet, dokumentiert und daraufhin ausgewertet werden, welche neuen Erkenntnisse sie bieten.

Damit der Tatortbesuch nicht graue Theorie bleibt, können Besucher an mehreren "Aktionstischen" selbst Hand anlegen. Dass archäologische Funde nicht nur Informationen über das Leben in der Vergangenheit bieten, sondern auch die Brücke zur Gegenwart schlagen, vermittelt ein "Grabbeilagen Memory". Spielerisch werden andernorts Form- und Stilvergleiche an Typentafeln geübt. Für kleine Archäologen gibt es ein Forscherhandbuch, Helm und Weste. "Wir wollen einfach Verständnis schaffen, für das, was wir hier tun", erklärt Museumschef Marcus Reuter. Ergänzt wird die Schau durch ein Begleitprogramm.

Bis 12. Januar 2014, Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, landesmuseum-trier.de