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Wenn alte Steine nicht nur sprechen, sondern dichten

Wenn alte Steine nicht nur sprechen, sondern dichten

Noch bis Ende Oktober arbeiten Nachwuchsdichter in Deutschland und an internationalen deutschen Schulen nach einem Trierer Impuls. Denn das aktuelle Thema "Unsterbliche Liebe" des Schülerwettbewerbs lyrix ist in der Zusammenarbeit zwischen regionalen Mitgliedern der Jury und dem Rheinischen Landesmuseum Trier entstanden.

Trier. Unter dem Motto "Unsterbliche Liebe" wird bis Ende Oktober in den Klassen fünf bis 13 fleißig gedichtet, denn Schüler können sich momentan am internationalen Nachwuchswettbewerb lyrix beteiligen. Das Rheinische Landesmuseum in Trier ist Pate des Projekts. Während die Gewinner noch nicht feststehen, war schon der Lyrikworkshop im Landesmuseum ein voller Erfolg. Zahlreiche Schüler besuchten das Museum, um einen ganzen Tag mit dem renommierten Lyriker Nevfel Cumart arbeiten zu können und sich von den Ausstellungsstücken inspirieren zu lassen.
"Mit unserem lyrix-Wettbewerb lassen wir die Steine des Landesmuseums sprechen", betonte Malte Blümke, lyrix-Jury-Mitglied, bei der Eröffnung. Die besten nationalen und internationalen Gedichte werden im Deutschland-Radio, dem Träger des Projekts, veröffentlicht und im Landesmuseum ausgestellt, die Preisträger erhalten außerdem die Chance, als Jahresgewinner 2012 an einem Lyrik-Workshop in Berlin teilzunehmen.
"Museum und Lyrik, das ist eine spannende Kombination und eröffnet den Schülern eine neue Herangehensweise an unsere Ausstellungsstücke - besonders, da das Thema ‚Unsterbliche Liebe\' sehr emotional ist", resümiert Anne Kurtze, Museumspädagogin des Landesmuseums. Insgesamt kamen schon 150 Schüler aus Eifel, Mosel und Hunsrück zum Thema "Unsterbliche Liebe" ins Museum und zu den Gedichtwerkstätten von Nevfel Cumart. Auch auf der Frankfurter Buchmesse wird der Schriftsteller am Samstag zum Trierer Motto Schreibwerkstätten anbieten.
Bis Ende des Monats gibt es im Landesmuseum noch Führungen zum Thema "Unsterbliche Liebe", in denen sich alles um Liebe, Tod und Trauer im römischen Trier dreht. Dabei geht es auch um die großen antiken Tragödien mit stolzen Amazonen, untröstlichen Göttinnen und schönen Sterblichen in den Hauptrollen. Auf Wunsch kann die Führung mit einer Schreibwerkstatt oder dem Besuch des medialen Raumtheaters "Im Reich der Schatten" kombiniert werden. Darüber hinaus steht für Lehrer zum lyrix-Leitmotiv eine Unterrichtseinheit zur Verfügung. red
Weitere Informationen zum Projekt auf www.landesmuseum-trier.de
Anmeldung für Museumsführungen per Mail an anne.kurtze@gdke.rlp.de