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Wenn Bilder Texte verständlicher machen

Wenn Bilder Texte verständlicher machen

Als Maler und Grafiker ist er vielen Trierern geläufig. Anlässlich seines 90.Geburtstags vergegenwärtigt jetzt eine kleine, sehr feine Ausstellung an der Universität Trier den Buchillustrator Werner Persy.

Trier. Seine Gemälde und Aquarelle hängen in vielen öffentlichen und privaten Räumen in der Region und auch darüber hinaus. Seine Arbeiten schmücken zahlreiche Bauten. Werner Persy gehört zu den bekanntesten Künstlern hierzulande. Ohne Frage darf man ihn zu ihren geschätzten Altmeistern rechnen.
Jetzt widmet die Universitätsbibliothek Trier dem Künstler, der in diesem Jahr 90 Jahre alt wurde, eine Ausstellung, die den Buchillustrator Persy zum Schwerpunkt hat.
Die Illustration von Literatur habe ihn schon immer interessiert, sagt der Künstler, der trotz seines hohen Alters noch voller Tatendrang ist. "Durch meine Bilder will ich dazu beitragen, die Texte verständlicher zu machen", erklärt Persy. Zweifellos ist die Illustratorenarbeit des Malers und Grafikers sehr sehenswert. Das ganz besondere Verdienst dieser Ausstellung, die einen weiten Bogen von Persys frühen und studentischen Arbeiten aus den 40er Jahren bis ins Spätwerk schlägt, liegt allerdings anderswo.
Die ansehnliche Schau legt sozusagen en miniature das Gesamtwerk offen und macht gleichermaßen den Maler wie den begabten Grafiker sichtbar, der schon als junger Mann virtuos zeichnete. Fast altmeisterlich muten seine frühen Zeichnungen zum Thema Tod an. Und weil es eben Persy ist, bleibt auch dem schwärzesten Blatt häufig eine Prise menschenfreundlicher Humor. Sichtbar wird zudem die große Breite des Künstlers. Von den gefühlvollen farbigen Illustrationen zum biblischen Hohen Lied über die kraftvollen Holzschnitte seines Totentanzes bis zur kalligraphischen Gestaltung eines Gebetsbuchs der Salesianer reicht sein Spektrum.
Interessant sind zudem seine frühen in bester traditioneller Schriftkunst gestalteten Pergamente. Wie in jedem geschlossenen Werk hängt auch bei Persy alles mit allem zusammen. Im Zeichner ahnt man den späteren Holzschneider, der sich gleichermaßen auf die fein geschwungene wie die harte Linie versteht. "Ich liebe den Menschen, und ich liebe das Leben", hatte Persy im vorigen Jahr zu seinem 89. Geburtstag gesagt. So sollte es noch lange bleiben.
Bis 27. Oktober, Montag bis Freitag 8 - 24 Uhr, Samstag 8 - 19 Uhr, Sonntag 11 - 15 Uhr, Telefon: 0651/201-2420, <%LINK auto="true" href="http://www.ub.uni-trier.de" class="more" text="www.ub.uni-trier.de"%>