Wenn die Tuba wie ein Elefant pupst

Wenn die Tuba wie ein Elefant pupst

Lucky hat sich ein klassisches Konzert im Theater angehört. Das Philharmonische Orchester der Stadt Trier ist dort als die "tierischen Philharmoniker" aufgetreten. Der Name passte zu ihrem Konzert "Der Elefantenpups", einer Geschichte über musikalische Tiere in einem ganz besonderen Zoo.

Trier. Leseratte Lucky erzählt von seinen Konzerterlebnissen: Als ich mit den fast 600 Leuten den Großen Theatersaal betrat, habe ich erst mal gestaunt: Die Bühne stand voller Instrumente. Und vor denen hingen Plakate mit verschiedenen Tieren darauf. Peter Larsen, der das alles fürs Theater organisiert hat, erklärte den vielen Kindern, die zu dem Familienkonzert gekommen waren, warum: Er erzählte eine Geschichte von Zootieren, die Instrumente spielen können. Aufgeschrieben hat die Geschichte Heidi Leenen in ihrem Buch "Der Elefantenpups". Darin geht es um eine Pandabärin, die gerade aus China in einen Zoo kommt und sehr traurig ist. Die Zootiere schaffen es aber, sie aufzuheitern. Und das gelingt ihnen mit Musik. Habt ihr so was schon mal gehört? Der Elefant spielt die Tuba, und wenn er sich besonders freut, hört sich das an wie ein gewaltiger Pups! Das hat den Kindern im Publikum besonders gut gefallen, haben mir viele nach dem Konzert erzählt.
Besonders beeindruckend war, wie gut die Musiker mit ihren Instrumenten die Stimmung der Tiere ausgedrückt haben. Der Gute-Laune-Reggae war so fröhlich und der Jazz so beschwingt. Ein paar Kinder durften sogar auf die Bühne, bekamen bunte Jamaika-Mützen und Perücken auf, machten einen Tanz vor, und wer wollte, tanzte mit. Ganz schön viel Stimmung in einem Saal, in dem man sonst stillsitzen muss. Beim Schnatterentenmarsch haben wir dann alle noch eins drauf gesetzt mit Flügelschlagen und Stampfen.
Exotisches für die Ohren


Wie traurig Musik sein kann, zeigte der Blues. Das war, als würde man der einsamen Panda bärin mitten ins Herz schauen. Beruhigend war dann, wie die Eule Schuhu sie auf dem Fagott mit ihrem Gute-Nacht-Lied in den Schlaf wiegte. Ganz exotisch für die Ohren erschien die Musik, wenn sie typisch chinesische Klänge anstimmte. Die hat der Komponist Sebastian Laverny extra für den Pandabären eingebaut. Der hat sich so ein bisschen wie zu Hause gefühlt. Musik kann also auch miteinander verbinden und trösten. Dank Patrick Kloster hat das wirklich funktioniert. Der Junge traute sich auf die Bühne, um auf einer Chinesischen Zither zu spielen. Dabei musste er aber nur so tun, als ob, denn das Instrument mit den Wollfäden war nur eine Attrappe. In Wirklichkeit hat natürlich auch diese Töne das tierische-trierische Orchester gespielt.
Das Konzert war so schön, dass wir die Philharmoniker gar nicht gehen lassen wollten. Gut, dass sie uns zum Abschied noch mal die beiden Tänze gespielt haben. Jetzt kann ich die auch zu Hause tanzen. sys

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