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Willkommen in der Literatur-Hauptstadt

Prüm im Lesefieber: Das Mekka des Eifel-Literatur-Festivals setzt Akzente. Prüms Bürgermeisterin Mathilde Weinandy und Initiator und Festivalorganisator Josef Zierden stecken die Köpfe zusammen für weitere Marketingstrategien. TV-Foto: Stefanie Glandien
Prüm im Lesefieber: Das Mekka des Eifel-Literatur-Festivals setzt Akzente. Prüms Bürgermeisterin Mathilde Weinandy und Initiator und Festivalorganisator Josef Zierden stecken die Köpfe zusammen für weitere Marketingstrategien. TV-Foto: Stefanie Glandien
In vier Wochen beginnt das vom Trierischen Volksfreund präsentierte Eifel-Literatur-Festival: Auftakt ist am 25. April mit Martin Walser in Prüm. Festivalvater Josef Zierden steckt in den letzten Vorbereitungen. Von unserer Redakteurin Stefanie Glandien

Prüm. "Die Vorbereitungen sind im Grunde nie abgeschlossen", sagt Josef Zierden, Initiator und Organisator des Eifel-Literatur-Festivals. Gerade hat er einen Anruf erhalten. Prüms Bürgermeisterin Mathilde Weinandy teilt ihm mit, dass der Bauhof die ersten Schilder in der Stadt montiert hat. Die Abteistadt putzt sich so langsam für das Festival heraus. An den drei Ortseingängen und auf dem Hahnplatz stehen Schilder, die auf das große Ereignis hinweisen.Walser, Grün und Berben locken die Gäste an

Zur täglichen Routine gehört für Zierden das Versenden der Eintrittskarten. 15 000 Programmhefte sind auf dem Markt, rund 1000 Karten sind online bestellt worden. Zu den "Rennern" gehören bisher Martin Walser, Anselm Grün und Iris Berben. Aber auch Roger Willemsen und Tom Buhrow und Sabine Stamer sind stark gefragt. Kartenbestellungen kommen aus Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Sogar aus München hat jemand Karten für Walser bestellt. Programmhefte, Karten, Plakate, Flyer: "Allein damit könnte man locker zwei Leute hauptamtlich beschäftigen", sagt der 53-jährige Studiendirektor für Deutsch und Geschichte. In den Osterferien "gönnt" er sich zwölf Stunden am Tag für die Vorbereitungen des Festivals. Für Zierden, der während der Schulzeit um 5.15 Uhr aufsteht, sei es Luxus, in den Ferien bis 8 Uhr auszuschlafen. Nachdem er alle Klassenarbeiten korrigiert habe, könne er nun in seine Festival-Arbeit eintauchen. Das tut er in seinem zweiten Arbeitszimmer im Keller, "mein Cockpit, aus dem ich alles steuere". Hatte sich das Lesefest vor zwei Jahren in sechs Landkreisen breitgemacht, sind es in diesem Jahr schon zehn. Was den Organisator besonders freut: "Räume, wo wir vor zwei Jahren zaghaft die Füße drauf gestellt haben, sind jetzt massiv in Festivalhand." Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut.Was treibt ihn an, wo findet er die Motivation, sich jeden Tag neben seinem Beruf in die Arbeit für das Festival zu stürzen, wollen wir von ihm wissen. "Das Kind ist geplant, nun müssen wir es in die Welt bringen", sagt Zierden. "Wir sind es den Autoren schuldig, dass sie nicht in leere Säle rennen", meint er. Er freut sich darüber, wenn immer wieder andere Menschen das Eifel-Literatur-Festival entdecken und hört regelmäßig den Kommentar, dass sie so etwas in der Eifel nicht vermutet hätten. Besonders freut er sich auf den Moment, wenn die Lesung beginnt, und die Leute da sind, sagt Zierden. "Wenn Martin Walser liest, dann bin ich stolz, dass der Mann da ist", sagt er. Informationen, Fotostrecken und später Videoclips vom Festival gibt es im Internet unter www.eifel-literatur-festival.deKarten gibt es in den TV-Presse-Centern Trier, Bitburg und Wittlich, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets.cju/