"Wir wollen die Werke verstehen"

Konz · Vom allgemeinen Interesse ist anfangs selbst Projektleiter Paul Trein überrascht gewesen. Mittlerweile gehen die Konzer Sommerkonzerte ins 21. Jahr, und die begleitenden Kurse ebenfalls. Start der aktuellen Konzertreihe ist an diesem Sonntag, 30. August.

 Erfolgsgeschichte seit 21 Jahren: Paul Trein, Leiter der Konzer Sommerkonzerte. TV-Foto: Martin Möller

Erfolgsgeschichte seit 21 Jahren: Paul Trein, Leiter der Konzer Sommerkonzerte. TV-Foto: Martin Möller

Foto: Martin Möller (mö) ("TV-Upload M?ller"

Konz. Er macht nicht viel aus sich. Paul Trein, der Initiator und Leiter der Konzer Sommerkonzerte, wirkt im Gespräch stets sachlich und bescheiden. Dabei hat er mit seinem Projekt in der Stadt an Saar und Mosel eine mittlerweile 21-jährige Erfolgsgeschichte geschrieben. TV-Mitarbeiter Martin Möller sprach mit ihm.Herr Trein, 21 Jahre Konzer Sommerkonzerte: Welche Idee hat Sie damals zu dem Projekt geführt?Paul Trein: Einige junge Pianisten kamen zu mir, um ihr Repertoire zu erarbeiten, und es wurden immer mehr. Ich hatte die Idee, der Stadt eine Sommerakademie aus Kursen und Konzerten anzubieten. Der damalige Bürgermeister Winfried Manns hatte dafür ein offenes Ohr.Kurse und damit verbundene Konzerte gibt es auch andernorts in der Region. Was hebt die Konzer Reihe davon ab?Trein: Anders als die meisten Kursveranstaltungen machen wir reguläre Konzerte mit ausgeglichenen Programmen. Nur, dass nicht eine Person spielt, sondern verschiedene.Auf welchem Stand befinden sich eigentlich die Teilnehmer?Trein: Die meisten haben ihr Studium hinter sich. Verschiedene haben schon Konzerterfahrung. Jüngere bekommen die Chance, künstlerische Erfahrungen zu sammeln.Und was arbeiten Sie in den Kursen mit ihnen?Trein: Wir versuchen gemeinsam, die Werke zu verstehen, die sie ausgewählt haben - nicht immer das, was sie in Konzerten spielen. Ich habe außerdem eine Kollegin aus England eingeladen, Charlotte Tomlinson. Sie ist spezialisiert auf Probleme beim Vorspielen und auch beim Üben. Öffentliches Auftreten geht oft an die Nerven.Das Programm reicht von Scarlatti bis Liszt mit einem deutlichen klassisch-romantischen Schwerpunkt. War das von Anfang an so gewollt?Trein: Das legen wir nicht fest. Die Klavierliteratur beginnt bei Scarlatti und geht bis Debussy/Ravel und einige Komponisten danach. Aber das Zentrum ist nun einmal die klassisch-romantische Klavierliteratur: Mozart, Beethoven, die Romantiker.Wie sehen die Entwicklungsmöglichkeiten der Sommerkonzerte aus?Trein: Was kann man anders machen? Das frage ich mich jedes Mal. Vieles geschieht heute im optischen Bereich. Aber das Wesentliche bei Musik ist nun einmal das Hören. Und Zuhören ist für unsere Gesellschaft nach wie vor eine ganz wichtige Fähigkeit. In diese Richtung wollen wir weiterarbeiten. möExtra

Konzer Sommerkonzerte im Festsaal Konz-Karthaus: Sonntag, 30. August, 11 Uhr: Klaviermusik von Scarlatti, Chopin und Liszt. Kammermusik von Joseph Haydn Sonntag, 6. September: Klaviermusik von Bach und Schumann. Kammermusik von Mozart und Mendelssohn Mittwoch, 9. September: Klaviermusik von Beethoven, Brahms, Liszt, Satie und Balakirew Sonntag, 13. September: Orchesterkonzert mit Werken von Bach, Mozart und Liszt In der Region: Sonntag, 30. August: Albertus-Magnus-Saal im Trierer Brüderkrankenhaus Sonntag, 6. September: Haus Beda, Bitburg Freitag, 11. September: Centre Culturelle, Strassen/Luxemburg mö Karten gibt es im TV-Service-Center Trier, unter der Tickethotline 0651/7199-996 und auf <%LINK auto="true" href="http://www.volksfreund.de/tickets" class="more" text="www.volksfreund.de/tickets"%> akademiekonz.com