Zehn Stunden täglich singen und tanzen

Zehn Stunden täglich singen und tanzen

Der Komponist Thomas Schwab aus Bernkastel-Kues startet an Ostermontag in Stuttgart mit seinem neuen Musical Yakari. Voraussichtlich werden 35 000 Zuschauer die Aufführungen in 25 Städten besuchen. Am 21. April spielt das Ensemble in der Trierer Arena das Stück über einen kleinen Indianerjungen.

Zeltingen-Rachtig. "Du bist ein Freund, ein bester Freund ..." klingt es immer wieder durch das Sängerheim in dem kleinen Moselort Rachtig.
Acht männliche und vier weibliche Schauspieler singen den Refrain und tanzen dazu über den abgeklebten Bereich des Saals, der die Bühne darstellt. An der Seite stehen ein großes Stoffpferd und ein Kanu. Von der Hallendecke hängen zwei Fahnen, auf denen ein kleiner Indianerjunge abgebildet ist.
Die zwölf Akteure sind die Darsteller in Yakari, dem jüngsten Musical des Bernkastelers Thomas Schwab. Ab Ostern geht das Ensemble auf Deutschland-Tournee. Angesetzt sind 25 Aufführungen, doch aufgrund der großen Nachfrage sind bereits Zusatzveranstaltungen in München und Berlin hinzugekommen.
"Wir erwarten etwa 35 000 Zuschauer", sagt Komponist Schwab. Aus seiner Feder stammen die 13 Lieder des Musicals. Bevor das Musical am 1. April in Stuttgart Premiere feiert, üben Choreograph Alex Burgos und Regisseurin Andreana Clemenz jede Handbewegung und jede Fußstellung mit den Darstellern. "Du gehst bei dem Schritt nach links, du nach rechts, und du musst dabei nach vorne kommen", sagt Clemenz. "Ihr müsst dabei natürlich aussehen." Nach 30 Minuten Trockenübungen tanzen und singen die zwölf Akteure das ganze Lied.
Keine Nervosität zu erkennen


Für die letzten Probentage zieht das Ensemble in die Morbacher Baldenauhalle, um in Kostümen zu spielen. Dann stoßen 15 Techniker wie Beleuchter, Requisiteure, Video- und Tontechniker zu dem 12-köpfigen Ensemble, um das Zusammenspiel einzustudieren. "Der Beleuchter muss genau wissen, wann er welchen Spot einsetzt", sagt Schwab. Bei den Schauspielern ist keine Nervosität zu erkennen. Allerdings seien diese nach zwei Wochen Probe von morgens 9 bis abends 19 Uhr etwas müde, sagt Schwab. Manchmal gehe es abends auch bis 22 Uhr.
"Die Proben sind schon sehr straff", sagt der 24-jährige Manuel Lopez, der den Indianerjungen Yakari in dem Musical spielt. Drei Wochen Probe seien bei einer Show, die so ins Detail geht, sehr knapp, sagt er. "Aber es läuft gut und macht Spaß", sagt Lopez. Er freut sich auf die erste Vorstellung am 1. April in Stuttgart, die als Uraufführung etwas Besonderes sei. "Das ist sehr spannend, weil man auch den Grundstein für Folgeproduktionen legt", sagt er.
Das Musical Yakari orientiert sich an der gleichnamigen Zeichentrickserie, die mit Einschaltquoten von bis zu 1,5 Millionen Zuschauern zu den beliebtesten Kinderserien im Kinderkanal gehört, sagt Schwab. Das Musical richte sich aber nicht nur an Kinder. "Es ist ein Musical für die ganze Familie. Jeder soll von der Aufführung etwas mitnehmen", sagt Schwab.
Im Mittelpunkt des Musicals steht die Vermittlung von Werten wie Mut, Respekt, Freundschaft, Loyalität und die Liebe zur Natur, sagt der Komponist. Diese Werte habe er aus der Fernsehserie übernommen, jedoch noch stärker ausgearbeitet, sagt Schwab.
Karten gibt es in den TV-Service-Centern Trier und Bitburg, unter der TV-Tickethotline 0651/7199-996 sowie unter www.volksfreund.de/tickets.

Extra

Kennt Ihr die Abenteuer des kleinen Indianerjungen Yakari? Bisher gab es die nur als Zeichentrickfilm im Fernsehen zu sehen. Doch jetzt hat der Komponist Thomas Schwab aus Bernkastel-Kues (das ist eine Stadt an der Mosel) daraus ein Theaterstück gemacht. Schauspieler spielen dann die Erlebnisse von Yakari und seinen Freunden Regenbogen und kleiner Dachs auf der Bühne nach und singen und tanzen dazu. Ein solches Theaterstück heißt Musical. Wenn ihr das Musical auch sehen wollt: Am 21. April kommt Yakari in die Trierer Arena. cst

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