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Trier: Zum Start erstmal ein Wettbewerb

Trier : Zum Start erstmal ein Wettbewerb

Klein, aber fein: Die Klavierkonzerte im Trierer Bischöflichen Museum.

Sie besetzen nur eine Nische im Trierer Musikleben, haben da aber beinahe das Monopol. Schon seit Jahrzehnten halten die „Freunde künstlerischer Museumsveranstaltungen Trier“ die Fahne der Klaviermusik hoch – seit 2001 immer freitags im Bischöflichen Museum Windstraße.

Dass im bescheidenen Foyer dort nicht die Weltstars auftreten, versteht sich. Aber bei Klavier und Klaviermusik ist die Spitze so dicht gedrängt, dass auch noch in der zweiten oder dritten Reihe hervorragend Klavier gespielt wird. Wer Freude hat an regelmäßigen Veranstaltungen mit Klaviermusik und den Star-Rummel meiden will, ist in diesem Zyklus mit seinen sechs Konzerten pro Saison goldrichtig. Künstlerischer Leiter der Freitagskonzerte ist Wolfgang Manz, Klavierprofessor in Erlangen/Nürnberg mit langjährigen Beziehungen zu Trier. Manz wählt Interpreten und Programme aus und kann sich dabei auf seine langjährige Erfahrung in der Klavierszene stützen.

Die Konzertreihe 2018/2019 beginnt mit einem Wettbewerb. Wolfgang Manz hat dazu Jakob Udelhoven (Schüler am AVG Trier), Ringaudas Ignotas Daraskevicius (geboren in Litauen, AVG Trier) und Magdalene Krupp (FWG Trier) ausgewählt; ihr Auftritt am kommenden Freitag, 16. November um 20 Uhr klärt die Verteilung der drei Preise. Die Programme sind höchst anspruchsvoll: Scarlatti, Haydn, Medtner und Moscheles bei Jakob Udelhoven, Beethoven Moszkowski, Rachmaninow und Villa-Lobos bei Ringaudas Ignotas Daraskevicius,  schließlich Beethoven, Skriabin und  Moscheles bei Magdalena Krupp. Das gesamte Preisgeld beläuft sich auf 1000 Euro und wird von der Reh-Stiftung finanziert.

Auch die folgenden fünf Veranstaltungen machen Lust auf mehr. Lisa Maria Schachtschneider spielt deutsche Romantik: Schubert, Mendelssohn und Liszt (3. November). Das Klavierduo Xin Wang und Florian Koltum bringt Musik für Klavier vierhändig von Mozart, Brahms, Rossini und Schubert mit (18. Januar 2019). Unter dem Motto „monumental“ hat Marlo Thinnes Musik von Liszt, Vines, Ravel und Bizet/Horowitz im Programm – vor allem aber Beethovens „Hammerklaviersonate“ op. 106 (15. Februar). Anna Sagalova aus der Ukraine spielt Beethoven, Schumann und Mendelssohn (22. März). Und Yaxiang You hat ein sehr spezielles Programm zusammengestellt mit Tanzformen von Bach, Mozart, Schubert, Chopin, Brahms und Ravel (5. April).

Beginn aller Veranstaltungen: 20 Uhr. Karten im Museum am Dom, Telefon 0651/7105255, und an der Abendkasse. Bewerbungen für den Wettbewerb 2019 sind möglich. Infos dazu bei Wolfgang Manz (wolfgangmanz@t-online.de) oder Ludger Körholz, Telefon 0651/4361789.