Zwei Schwestern und der Weise

Zwei Schwestern und der Weise

Carla aus Deutschland und Maria Grazia aus Italien - zwei Frauen begegnen sich in einer Leichenhalle. Sie entdecken, dass sie den gleichen Vater hatten und begeben sich auf die Suche nach dem Mann, von dem beide Töchter nur jeweils einen Ausschnitt kennen.

Frank Hoffmann inszeniert „Calderón. Das Leben ein Traum“ (links).Gesine Schmidt (rechts oben) widmet sich in „Begehren“ dem Thema Sexualität. Martin Wuttke (rechts unten) spielt die Titelrolle in Henrik Ibsens „John Gabriel Borkman“. Fotos: Birgit Hupfeld, Susanne Schleyer, Reinhard Werner/ Burgtheater. Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
Foto: Daniel John (daj), Susanne Schleyer ("TV-Upload John"
Foto: Daniel John (daj), Reinhard Maximilian Werner ("TV-Upload John"
„Nathan der Weise“ ist eine von drei Produktionen des Deutschen Theaters Berlin, die im März in Luxemburg zu sehen sind. Foto: Arno Declair. Foto: Daniel John (daj), KRUSEBILD ("TV-Upload John"
Die Compagnie Hervé Koubi ist mit „Ce que le jour doit à la nuit“ zu sehen.Foto: Didier Philispart. Foto: Daniel John (daj) ("TV-Upload John"
Foto: Daniel John (daj), Delval Philippe ("TV-Upload John"

Amara terra mia ("Mein bitteres Land", auf Deutsch und Italienisch, mit deutscher und italienischer Übertitelung) ist die Geschichte eines italienischen Gastarbeiters und steht stellvertretend für eine ganze Generation von Migranten. Das deutsch-italienisch-luxemburgische Theaterprojekt von Matteo Marsan, Dania Hohmann und Ulrich Waller ist am 2. und 4. Februar zu sehen. Im Rahmen der Vorstellungen wird in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque am 3. Februar um 18.30 Uhr der Film "Der vergessene Krieg" gezeigt. Mitten in die Träume der 68er schrieb der große italienische Filmregisseur Pier Paolo Pasolini mit Calderón seinen Abgesang auf die Revolution. Hinter progressiven Fassaden sah er ganz andere Dinge heranziehen - die Zerstörung von Lebenszusammenhängen, die Auflösung gewachsener Strukturen, um das Feld vorzubereiten für den entfesselten Konsum. Seine Diagnose hat nichts an Aktualität verloren. Frank Hoffmann erzählt am 9. und 10. FebruarDas Leben ein Traum neu - in einem offenen Dialog mit den Autoren Pasolini und Calderón. Unter den Schauspielern sind große Namen wie Hanna Schygulla und Dominique Horwitz. Ein echter Klassiker - und dennoch hochaktuell: Das ist Lessings Nathan der Weise, eine von drei Produktionen des Deutschen Theaters Berlin, die in dieser Saison in Luxemburg zu sehen sind. Das Stück über das Verhältnis von Judentum, Christentum und Islam ist ein Plädoyer für Miteinander, Toleranz und Respekt. Termine: 7. und 8. März. Zwei im wahrsten Sinne des Wortes herzlose Frauenleichen stehen am Beginn des Stückes der herzerlfresser von Ferdinand Schmalz, zweite der Beliner Inszenierungen. Der Autor seziert am 9. März sprachliche Metaphern über den Körper - so wie Fleischer Herbert seine Schweinehälften.Terror von Ferdinand von Schirach hat schon im Fernsehen für Furore gesorgt. Die Inszenierung des Deutschen Theaters um den Kampfpiloten Lars Koch, der entscheiden muss, ob er ein von Terroristen entführtes Flugzeug abschießt oder nicht, kommt am 10. und 11. März auf die Bühne. Als "doku-fiktional" beschreibt Gesine Schmidt ihre Theaterstücke und Hörspiele. In ihrem neuesten Stück Begehren widmet sie sich am 24., 25. und 26. März dem Thema Sexualität. Basis sind Lebens- und Lustgeschichten von vier Frauen und drei Männern im Alter von 26 bis 75 Jahren. Hauptfigur in Henrik Ibsens Stück John Gabriel Borkman ist ein Bankier, der alles verloren hat. Simon Stone verlegt in der dreifach mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichneten Inszenierung des Wiener Burgtheaters die Handlung ins 21. Jahrhundert und ersetzt Ibsens Originaltext durch Alltagssprache. Zu sehen am 23. und 24. Mai.

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