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Lage entspannt sich - Pegel sinken

Lage entspannt sich - Pegel sinken

Die Lage in den am Freitag von Überschwemmungen betroffenen Orten hat sich in der Nacht zum Samstag entspannt. Auch die Pegel der Mosel und der Nebenflüsse sinken laut Hochwassermeldezentrum wieder. Polizei und Feuerwehr melden keine weiteren wetterbedingten Einsätze.

Lage entspannt sich - Pegel sinken
Foto: Feuerwehr Wittlich
Lage entspannt sich - Pegel sinken
Foto: Feuerwehr Wittlich

(jk/j.e./ae) Nach den starken Regenfällen am Freitag blieb es im Eifelkreis Bitburg-Prüm in der vergangenen Nacht ruhig. Die
Polizeiinspektionen in Bitburg und Prüm meldeten keine wetterbedingten Einsätze. In Prüm wurde der Regen nachts von Schneefällen abgelöst. "Derzeit ist es zum Glück sehr ruhig", teilte Frank Kerner von der Polizei Prüm am Morgen mit.

Auch Marco Engler von der Feuerwehr Bitburg blickt dem heutigen Tag entspannt entgegen. "Für heute ist ruhiges Wetter gemeldet", so Engler. In der Nacht sei die Feuerwehr lediglich einmal nach Stahl ausgerückt, um dort Wasser abzupumpen. Dadurch sollten Wasserschäden an Gebäuden oder andere Auswirkungen vermieden werden.

Auch von den anderen Polizeistationen und der Leitzentrale der Feuerwehr hieß es am Samstag Mittag, dass es keine weiteren wetterbedingten Einsätze gebe.

Unterdessen sinken die Pegel der Mosel und der Nebenflüsse wieder. Laut Hochwassermeldezentrum wird die Obermosel bis Sonntagmittag noch weiter ansteigen. Ab Trier setzte sich aber nach einem Pendeln um ca. 6,50 Meter das leichte Fallen am Samstagnachmittag fort. Um 11 Uhr lag der Pegel bei 6,53 Meter.

Der Pegel Cochem (um 11 Uhr 6,03 Meter) erreichte den Scheitelwert am Samstagmittag, danach fielen auch dort die Pegel leicht. Auch alle Nebenflüsse zeigen weiter fallende Tendenz. Da über das Wochenende keine weiteren bedeutsamen Niederschläge angekündigt sind, muss auch nicht mit erneuten Anstiegen der Mosel und ihrer Nebenflüsse gerechnet werden. Die untere Saar sollte am Samstagmittag weiter leicht, aber stetig fallen. Die Pegel Bollendorf (um 11 Uhr: 3,44 Meter) und Rosport (5,17 Meter) hatten am Samstagmorgen Ihre Höchstände erreicht und fielen dann kontinuierlich.

Heftige Niederschläge hatten am Freitag zu teilweise chaotischen Verhältnissen in der Region Trier geführt. Am Abend drohten im Eifelkreis Bitburg- Prüm einige Flüsse über die Ufer zu treten. Wenige Schadensmeldungen gab es in Trier und im Kreis Bernkastel-Wittlich. Besonders betroffen war der Kreis Trier-Saarburg, wo die Feuerwehr zu mehr als 100 Einsätzen ausrückte. Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen und Bäche die über Ufer traten beschäftigten pausenlos die Einsatzkräfte. "Wir waren mit 110 Leuten in Aach, Newel, Rodt, Schleidweiler, Zemmer, Welschbillig, Kordel, Trierweiler und Edingen im Einsatz", sagt Wehrleiter Peter Heinz, der auch feststellt, man sei insgesamt noch glimpflich davon gekommen. Gegen zwanzig Uhr sei das Gröbste überstanden gewesen. "Nur wie die Kyll sich verhalten würde war noch nicht klar, denn vom Messpunkt Densborn ist immer noch steigender Pegelstand gemeldet worden". Die Kordeler Feuerwehr setzte deshalb noch in der Nacht mobile Absperrelemente gegen Hochwasser ein. Am Samstag Aufatmen in Kordel: "Alles gut gegangen", bilanziert Ortsbürgermeister Medard Roth, " was hier in Hochwasserschutz investiert worden ist, hat sich rentiert". Besonders bewährt habe sich der von der Gemeinde finanzierte Höherbau der Brücken über den Welschbilliger Bach. "Dadurch war ein größerer Wasserdurchfluss möglich". Auch die hochgezogenen Mauern am Bachbett hätten zum Schutz vor Überflutungen im Ortskern beigetragen. Der Hochwasserschutz des Kreises an der Kyll habe ebenfalls gut funktioniert. "Mehr noch als mit Wasser haben wir diesmal mit Sturm zu tun gehabt", berichtet Roth. In der Nacht hätten umgestürzte Bäume die Zufahrt zum Hotel Burg Ramstein blockiert. Noch am Samstagmittag waren Einsatzkräfte damit beschäftigt, dort und an anderen Strecken gefährlich überhängende Bäume zu beseitigen.

Das Unwetter hat auch zu Stromausfällen geführt. Im Eifelkreis Bitburg- Prüm waren am Freitagabend die Bereiche Kyllburg und Sinspelt betroffen. Auch im Raum Thalfang fiel zeitweise der Strom aus. Gegen 17.30 Uhr war die Versorgung überall wieder hergestellt.

Ständig aktuelle Informationen beim Hochwassermeldezentrum Mosel