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Land befürchtet Verkehrsinfarkt in der Region

Land befürchtet Verkehrsinfarkt in der Region

Auf den Straßen der Region werden in den nächsten Jahren bis zu 20 Prozent mehr Autos unterwegs sein. Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) will unter anderem mit einer neuen Direktverbindung der Autobahnen 64 und 1 und dem umstrittenen Moselaufstieg einen Verkehrsinfarkt verhindern.

(wie) Die Einwohnerzahl in der Region wird in den nächsten Jahren schrumpfen. Trotzdem wird der Verkehr auf den Straßen bis 2025 um bis zu 20 Prozent zunehmen. Grund dafür sei, dass mehr jüngere Leute einen Führerschein und ein Auto besitzen, als dies in früheren Generationen der Fall war, sagte der Verkehrsgutachter Klaus Kohn in Trier. Bereits jetzt fahren täglich 40.000 Autos auf der A64 zwischen Trier und Luxemburg, auf der B51 sind es 16.000. Und der Verkehr Richtung Luxemburg wird weiter zunehmen. Laut Kohn wird sich die Zahl der Arbeitsplätze im Nachbarland in den nächsten 20 Jahren um über 60 Prozent zunehmen.

Um eine Entlastung zu erreichen, hält es Verkehrsminister Hering für vordringlich, die Direktverbindung der A64 und A1 (Nordumfahrung) und der Moselaufstieg (Westumfahrung) zu realisieren. Dadurch könnte die Stadt Trier um bis zu 10.000 Autos am Tag entlastet werden. Er ist optimistisch, dass beide Projekte in den nächsten Bundesverkehrswegeplan ab 2015 als vorrangig eingestuft werden und man dann mit den Planungen beginnen könne. Realisiert werden könnten die Nordumfahrung und der Moselaufstieg aber nur, wenn der Bund die Mittel – laut Hering belaufen sich die Kosten auf rund 186 Millionen Euro – zur Verfügung stellt.

Bis zum nächsten Jahr soll zwischen A64 und der sanierungsbedürftigen Ehranger Brücke behelfsmäßig eine vierte Spur auf der Fahrbahn markiert werden, um so die täglichen Staus aus Richtung Luxemburg zu verringern. Ob die Brücke saniert oder neu gebaut wird, steht noch nicht fest. Hering sagte zu, die 30 Kilometer lange Lücke der A1 zwischen Daun und dem nordrhein-westfälischen Blankenheim möglichst schnell zu schließen.