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Land gibt definitiv keinen Zuschuss für Radwegbrücke

Kell am See. Für die geplante Radwegbrücke über die L143 bei Kell am See wird es definitiv keinen Landeszuschuss geben. Nach dem Innen- hat jetzt auch das Verkehrsministerium die Förderung einer „abgespeckten“ Version abgelehnt. Ortsbürgermeister Markus Lehnen (CDU) sagt dennoch: „Das Projekt ist damit noch nicht gestorben.“ Die Orts-SPD sieht das anders.

(ax) Nachdem im Juni bereits das Innenministerium „Nein“ zum Zuschuss für den Bau der Radwegbrücke gesagt hatte, hatte sich der Keller Gemeindevorstand mit einem neuen Vorschlag an Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) gewandt, zu dessen Zuständigkeit der Radwegbau zählt.

Er sah vor, dass das eigentliche Brückenbauwerk, das Orts- und Verbandsgemeinde (VG) sowie Kreis finanzieren wollten, die L143 nur noch auf 15 statt 30 Meter überspannt. Die Kosten für die Widerlager sollte mit Hilfe der Landes-Förderung die Ausbaugemeinschaft des Ruwer-Hochwald-Radwegs (Stadt Trier und Hermeskeil, VG Ruwer und Kell sowie Gemeinde Reinsfeld) übernehmen.

Die Antwort auf diesen Vorstoß, bei dem es um eine Gesamtsumme von etwa 100 000 Euro ging, liegt inzwischen vor, und sie ist negativ: Ähnlich wie das Innen- kommt auch das Verkehrsministerium zu dem Schluss, „dass der Bau der Brücke aus Verkehrssicherheitsgründen nicht erforderlich ist. An dieser Entscheidung ändert auch die nunmehr durch die modifizierende Planung entstehende Kosteneinsparung nichts“. So beantwortet Beate Schrader eine Anfrage des TV.

Markus Lehnen, der sich seit Herbst 2006 mit der CDU-Fraktion vehement für den Bau der Brücke einsetzt, gibt sich keinen Illusionen hin: „Den Weg über die Ausbaugemeinschaft können wir nicht mehr gehen.“ Allerdings betont der Ortsbürgermeister ausdrücklich: „Die Brücke ist damit noch nicht gestorben. Wir werden uns jetzt etwas anderes überlegen.“ Andeutungen, wie der Brückenbau doch noch bewerkstelligt werden soll, will er aber nicht machen. „Das werden wir jetzt intern prüfen“.

Er sei nach wie vor der Meinung, dass die Brücke aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig sei. Die Absichtserklärung von Lehnen, das Projekt dennoch weiter zu verfolgen, kommentiert der Keller SPD-Fraktionssprecher Edgar Thielen so: „Wir haben jetzt lange genug herumgekaspert. Irgendwann muss mal Schluss sein.“ Die SPD sei nach wie vor der Auffassung, „dass die Ortsgemeinde nicht in eigener Regie eine Brücke hinstellen und dafür Geld ausgeben soll“.