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Land wartet auf die Lieferung des Impfstoffes

Pandemie : „Wir sind bereit“: Land wartet auf die Lieferung des Impfstoffes

Wann es losgeht mit den Impfungen ist noch unklar. Zunächst sollen Ältere geimpft werden. Wir erklären, was Sie nun wissen müssen.

() Wir haben zusammen mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung zusammengefasst.

Wie bekomme ich einen Termin in einem Impfzentrum?

Sobald der Impfstart verlässlich zu planen ist kann man sich laut rheinland-pfälzischem Gesundheitsministerium telefonisch bei der zentralen Terminvergabestelle des Landes anmelden. Dort erhalte man die Termine für die erste und zweite Impfung in einem Impfzentrum in der Nähe. Für die Terminvergabe hat das Land ein Callcenter beauftragt.

Kann man ohne vorherige Anmeldung zu einem Impfzentrum gehen und sich dort impfen lassen?

Nein. Jeder, der sich impfen lassen will, muss über die zentrale Terminvergabestelle einen Termin vereinbaren. Die Telefonnummer der Terminvergabestelle werde veröffentlicht, sobald ein Start der Impfungen verlässlich planbar sei, teilt das Ministerium mit.

Habe ich die Pflicht, mich gegen Covid 19 impfen zu lassen?

Nein. Es gibt in Deutschland keine generelle Impfpflicht, mit Ausnahme der Masernimpfung für Kinder. Aber: „Je mehr Menschen die Möglichkeit nutzen, sich gegen Corona impfen zu lassen, desto größer ist die Chance, dass wir vieles, auf das wir aktuell verzichten müssen, bald wieder genießen können“, sagt Alexander Wilhelm. Er ist Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium und Landesimpfkoordinator.

Wer soll als erstes gegen Corona geimpft werden?

„Zunächst sollen Menschen mit sehr hohem und hohem Risiko, schwer zu erkranken oder zu versterben, vordringlich geimpft werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, Personen mit hohem Risiko sich anzustecken, zu impfen, insbesondere medizinisches Personal“, sagt Wilhelm. Zu der Gruppe mit „sehr hoher Priorität“ gehören Menschen über 80, Bewohner und Mitarbeiter in Altenpflegeheimen sowie Menschen, die bei der Arbeit Kontakt zu Covid-19-Patienten haben beispielsweise Beschäftigte in Notaufnahmen und Covid-Stationen. Auch medizinisches Personal mit engem Kontakt zu besonders gefährdeten Gruppen, etwa in der Geburtshilfe, der Transplantationsmedizin oder auf bestimmten Krebsstationen gehören zur priorisierten Gruppe. Bundesweit umfasst die Gruppe mehr als 8,6 Millionen Menschen.

Ich möchte mich impfen lassen. Was muss ich tun?

Wer zu den für den Impfstart priorisierten Gruppen gehört, kann laut Gesundheitsministerium einen Termin für die Impfung vereinbaren.

Wo kann man sich impfen lassen?

Landesweit soll es 31 Impfzentren mit insgesamt 36 sogenannten Impfstraßen geben. In der Region gibt es vier solcher Zentren, in Trier, Bitburg, Hillesheim und Wittlich. Nach derzeitigen Planungen sollen pro Impfstraße täglich 200 Menschen geimpft werden. Mobile Impfteams besuchen Alten- und Pflegeheime und impfen dort Menschen. Hinzu kommen Kliniken, die ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt vor Ort impfen.

Wann kann es mit den Impfungen im Land losgehen?

 „Wann die Impfungen nun tatsächlich in Rheinland-Pfalz beginnen können, hängt davon ab, wann der Impfstoff zugelassen und geliefert wird. Dies ist aktuell noch unklar. Klar ist hingegen: Rheinland-Pfalz ist impfbereit“, erklärt Impfkoordinator Wilhelm.

Wie viele Impfdosen stehen für Rheinland-Pfalz zur Verfügung?

„Diese Frage lässt sich aktuell noch nicht abschließend beantworten, da es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Rheinland-Pfalz soll von der in Deutschland insgesamt verfügbaren Impfstoffmenge rund 4,8 Prozent erhalten“, so Wilhelm. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist für das erste Quartal 2021 mit 12 bis 13 Millionen Impfdosen bundesweit zu rechnen.

Wie wirkt der Impfstoff?

Die beiden Impfstoffe, die zurzeit kurz vor der Zulassung stehen, sind laut Gesundheitsministerium sogenannte mRNA-Impfstoffe. Es sei falsch, dass diese das menschliche Erbgut verändern könnten. Der Impfstoff enthalte die Information, wie ein Teil des Corona-Virus genetisch aufgebaut sei. Damit könne sich das Immunsystem auf die Abwehr des Virus vorbereiten.