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Langsam fahrender Verkehr wird bei B50neu-Bau abgehängt

Langsam fahrender Verkehr wird bei B50neu-Bau abgehängt

Die Interessen des langsam fahrenden Verkehrs entlang der Route der geplanten B50neu im Hunsrück werden nach wie vor nicht gewahrt. Darauf machte die Arbeitsgemeinschaft regionale Verkehrsentwicklung Hunsrück in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung aufmerksam.

Auf der in verschiedenen Abschnitten in Bau befindlichen autobahnähnlichen Straße dürfen nur Fahrzeuge fahren, die bauartbedingt mindestens Tempo 60 fahren. Alternative Verbindungen vermisst die Gruppierung, in der viele Landwirte, aber auch Ortsgemeinden, die Stadt Simmern, Firmen und Organisationen wie der Kreisbauernverband Mitglied sind.

Ein deutliches Beispiel ist die sogenannte Kaffeestraße, die L158, die von Mülheim bis zur Hunsrückhöhenstraße bei Hinzerath verläuft. Auf einem kleinen Teilstück sehen die Planungen, für die in dem Bereich Baurecht gilt, vor, die Straße von einer Landstraße zu einem 3,50 Meter breiten Wirtschaftsweg zurückzubauen. Das behindert nicht nur Landwirte. "Ohne Kaffeestraße" steht auch ein Auszubildender, der in Hochscheid wohnt und in Monzelfeld lernt und mit einem Mofa unterwegs ist, vor einem "Riesenproblem". Das sagte Morbachs Bürgermeister Gregor Eibes, der als Gastredner eingeladen war und der die Ziele der Arbeitsgemeinschaft unterstützt.

Der Morbacher Rathaus-Chef sagte zu, in der Sache Kontakt seinem Amtskollegen in Bernkastel-Kues aufzunehmen und das Thema auch gegenüber Verantwortlichen im Kreis Bernkastel-Wittlich anzusprechen.