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Langsur: Sauergemeinde muss RN-10-Umleitung noch bis Mitte November ertragen

Langsur: Sauergemeinde muss RN-10-Umleitung noch bis Mitte November ertragen

(f.k.) Ein enges Dorfsträßchen als „Hauptverkehrsader“, über die unablässig eine Blechlawine rollt? Dieses Kuriosum kann zurzeit in der Sauergemeinde Langsur bestaunt werden. Der Ort trägt seit Wochen die Hauptlast für eine Teilsperrung der luxemburgischen Route Nationale (RN10 ) Wasserbillig-Echternach auf der anderen Seite der Sauer. Nun erfuhren die Langsurer, dass der „Spaß“ noch länger als zunächst geplant andauern wird.

Der Ausbau der RN10 zwischen der Einmündung der Langsurer Sauerbrücke und dem Ortseingang von Wasserbillig hatte im Frühjahr begonnen (der TV berichtete). Im August erreichten die Arbeiten den Abschnitt zwischen dem Ortsausgang Wasserbillig und dem Autobahnanschluss zur A64/Grenzübergang Mesenich. Die Fahrbahn soll dort hochwassersicher über Pfeiler zwischen Sauer und Felshang entlanggeführt werden.

Wegen der beengten Situation dort sind die Arbeiten nur während einer mehrwöchigen Vollsperrung möglich. In dieser Zeit bildet der Weg über Langsur und seine Sauerbrücke die kürzeste Verbindung von Wasserbillig zum Autobahnzubringer und zu den luxemburgischen Sauergemeinden. Da nun ein gewaltiger Ansturm auf die einspurige Brücke vorhersehbar war, wurde dort für die Zeit der RN-10-Sperrung eine Ampelregelung eingeführt. Für schwere Laster über 7,5 Tonnen wurden Brücke und Ortsdurchfahrt gesperrt.

Das luxemburgische Straßenbauamt „Ponts et Chaussées“ ging zunächst von einer Sperrung bis Ende Oktober aus. Inzwischen steht fest, dass man wegen der schwierigen Bodenverhältnisse im letzten Baubahnschnitt diesen Zeitplan nicht einhalten kann.
Pierre Wies von Ponts et Chaussées: „Das Dolomit-Kalkgestein ist dort poröser als erwartet, sodass die Stahlanker für die Pfeiler viel tiefer als geplant in den Fels getrieben werden müssen.“ Wies geht davon aus, dass die Sperrung erst am 16. November aufgehoben werden kann.

Anschließend werde dieser letzte Bauabschnitt bis Anfang Januar einspurig passierbar sein. Mit dem endgültigen Abschluss aller Arbeiten sei zum Jahresende 2008 zu rechnen.