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Aktuelle Situation führt zu neuen Forschungsprojekten.

Bildung : Unis der Großregion leiden unter Corona-Krise

() Während die Grenzen in der Großregion geschlossen wurden, bekommt die Kooperation zwischen den sechs Mitgliedsuniversitäten der Universität der Großregion (UniGR) eine neue Dimension – sowohl in praktischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht.

Aktuell beobachtet die Universität der Großregion (siehe Infokasten), die sich einem gemeinsamen europäischen Hochschul- und Forschungsraum in der Grenzregion verschrieben hat, die aktuellen Entwicklungen „mit einer gewissen Besorgnis. Die Zusammenarbeit und die Solidarität ihrer Mitglieder leiden darunter erfreulicherweise jedoch nicht“, teilt die Universität mit. Vielmehr lasse sich gerade in diesen Krisenzeiten feststellen, dass sich mit Hilfe kreativer Lösungen neue Dimensionen der Kooperation entwickelten.

So müssen alle sechs UniGR-Universitäten ihre Lehrveranstaltungen flächendeckend in neuen, digitalisierten Formaten anbieten. Damit könnten die bereits seit langem bestehende gegenseitige Öffnung des Studienangebots unter den aktuellen Umständen eine neue Bedeutung erlangen.

Der UniGR-Studierendenstatus erlaubt es den Studierenden aller Mitgliedsuniversitäten, sich kostenfrei an den fünf Partner­universitäten einzuschreiben und dort Lehrveranstaltungen zu belegen. Aufgrund der verstärkten Online-Lehrangebote könnte nun sogar eine steigende Zahl von Studierenden von dieser Möglichkeit Gebrauch machen.

„Die außergewöhnlichen Umstände der Corona-Krise unterstreichen indes die Notwendigkeit von mehr Europa“, teilt die Universität der Großregion mit. Auch innerhalb der Universitäten werde der Vermittlung von Wissen über Europa, von Sprach- und interkulturellen Kompetenzen eine stetig wachsende Bedeutung zugeschrieben. Die UniGR-Partner hätten daher im Rahmen eines Erasmus-Antrags ein gemeinsames Zertifikat zu europäischer Identität konzipiert.

Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtungen sind aktuell die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Grenzregion am Zentrum für Grenzraumstudien der UniGR. Unter dem Dach des seit 2014 bestehenden UniGR-Center for Border Studies (UniGR-CBS) auch in Trier arbeiten rund 80 Wissenschaftler aus 16 verschiedenen Disziplinen der sechs Universitäten.

Alle Studierenden stellt die aktuelle Situation vor ungeahnte Herausforderungen – in besonderem Maße gilt dies für die Studierenden des UniGR – Master in Border Studies. Ihr Studium findet an vier Universitäten in drei Ländern gleichzeitig statt. Glücklicherweise sind auch sie nicht mehr auf das Pendeln zwischen den Standorten in Kaiserslautern, Luxemburg, Metz und Saarbrücken angewiesen: Eine gemeinsame online-Plattform der Universitäten ermöglicht es ihnen neuerdings, einen Großteil der Master-Angebote auch von einem Standort aus zu belegen.

Weitere Informationen: www.uni-gr.eu

http://dev-center-border-studies.uni-gr.eu/de/ressourcen/borderobs