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Angelina Jolie & Brad Pitt vor Gericht in Luxemburg - Streit um Weingut

Promi-Schlammschlacht : Wieso sich Brad Pitt und Angelina Jolie vor einem luxemburgischen Gericht streiten

Die Promi-Schlammschlacht zwischen Brad Pitt und Angelina Jolie geht in die nächste Runde – in Luxemburg. Im Fokus des Gerichtsprozesses steht das Luxusweingut des geschiedenen Glamourpaars.

Sie waren eines der Traumpaare der Glamour-Welt. Beide erfolgreich, scheinbar begehrt und gut betucht. Mitten im Scheinwerferlicht. Umso höhere Wellen schlug 2016 auch die Trennung von Brangelina, pardon, Angelina Jolie und Brad Pitt. Das Problem, vor allem für die beiden: Noch immer ist die Sache nicht durch. Eine weitere Seite im Streitbuch zwischen Brad und Angelina wird im Herbst in Luxemburg geschrieben. Dort geht es dann vor Gericht um das südfranzösische Weingut Château Miraval.

Angelina Jolie, Brad Pitt und das Weingut

Brad Pitt hatte bereits im September vergangenen Jahres Klage bei der Luxemburger Justiz eingelegt. Sein Vorwurf: Angelina Jolie und ihre Geschäftspartner sollen versucht haben, ihn beim Verkauf der Anteile des Weinguts auszuschließen und sich unrechtmäßig zu bereichern. Dieser Streit soll nun, etwa ein Jahr später, starten, berichtetet das „Luxemburger Wort“. Fans, die hoffen, dass sie im Gerichtssaal einen Blick auf die beiden Promis werfen können, könnten aber enttäuscht werden. Wie das luxemburgische Medium weiter berichtet, werde der Streit nicht persönlich vor Ort, sondern über Anwälte ausgetragen.

Das Weingut im Süden Frankreichs, auf dem Brad und Angelina bei ihrer Hochzeit zu Brangelina wurden, befindet sich im Besitz der luxemburgischen Holding Quimicum S.à.r.l. – diese gehört wiederum zur Hälfte Brad Pitt und dessen Firma Mondo Bongo LLC. Die zweite Hälfte gehörte der Firma Nouvel LLC, die einst Angelina Jolie gehörte.

Objekt der Begierde: das Weingut von Brangelina.
Objekt der Begierde: das Weingut von Brangelina. Foto: picture-alliance/ dpa/epa Maxppp/Sophie Donsey

Wieso gerade in Luxemburg?

Aber so war es nicht immer. Denn: Als Brangelina sich entschied, das Weingut zu kaufen, erwarb Mondo Bongo (also Brad) 60, Nouvel (Angelina) aber nur 40 Prozent der Anteile. 2013 wurden dann die zehn Prozent an Nouvel übertragen, das Paar besaß jeweils die Hälfte des Weinguts. Damals gehörte Nouvel noch komplett Angelina Jolie. Das änderte sich, als sie ihren Anteil an einen Spirituosenhersteller verkauft, der von dem russischen Oligarchen Yuri Shefler kontrolliert werde. Ohne die Pitts Ansicht nach notwendige Rücksprache zu halten, behauptet dieser.

Dass der Prozess in Luxemburg geführt wird, liegt daran, dass im Großherzogtum viele Gesellschaften beheimatet sind. Darunter auch Quimicum. Über die Jahre wurde zwischen Brad und Angelina eine Menge geklagt. Vor einem Jahr reichte Mondo Bongo Klage ein, man versuchte die im Jahr 2013 getroffene Vereinbarung des Paares für ungültig zu erklären. Die Klage wurde abgewiesen, auch vor dem Berufungsgericht hatte Mondo Bongo keinen Erfolg. Der Rechtsstreit geht nun in die nächste Runde.

Das Weingut sollte eigentlich ein Ort der Harmonie für das Promipaar werden, als sie 2008 eine Mehrheit für 25 Millionen Euro kauften. 2014 heirateten die beiden auf dem Gut, zu dem laut früheren Berichten ein Schloss mit 35 Zimmern und 500 Hektar Land gehören, auf denen zum Teil Wein angebaut wird.