Asiatische Buschmücke taucht in Luxemburg auf

Tiere : Asiatische Buschmücke taucht in Luxemburg auf

Im luxemburgischen Stolzemburg an der Grenze zum Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Asiatische Buschmücke zum ersten Mal in Luxemburg nachgewiesen worden.

Wie das Luxemburger Tageblatt auf seiner Website tageblatt.lu unter Bezug auf die luxemburgische Regierung am Mittwoch berichtete, konnte das Nationale Museum für Naturgeschichte anhand einer genetischen Analyse von toten Stechmücken feststellen, dass die Asiatische Buschmücke sich in Stolzemburg angesiedelt hat.

Nach Angaben der Regierung handele es sich aber um ein isoliertes Vorkommen von Mücken. Die Asiatische Buschmücke, auch Japanischer Buschmoskito genannt, breite sich nur wenig aus und entferne sich meist nur wenige Meter von ihrem Geburtsort. Trotzdem wurden zur Sicherheit auch die deutschen Behörden informiert.

In den nächsten Tagen wollen die luxemburgischen Behörden und ein Schweizer Experte das Mückenvorkommen vor Ort weiter untersuchen und einen präventiv einen Überwachungs- und Bekämpfungplan erstellen.

Der japanische Buschmoskito soll nicht über ein Insektizid, sondern durch Zerstörung der potentiellen Lebensräume und Fortpflanzungsstätten ausgerottet werden. Die Suche nach den Larven sei die effektivste Methode, es würden aber auch Fallen für die erwachsenen Stechmücke aufgestellt, heißt es in der Erklärung der Regierung

Von den in Stolzemburg nachgewiesenen Asiatischen Buschmücken gehe, so die Regierung, prinzipiell nur ein geringes Gesundheitsrisiko aus. Die Mücke trage im allgemeinen kein gefährliches Virus für Mensch oder Tier in sich. Die Stiche würden – auch wenn sie schmerzhafter seien als die “normalen” – genauso wie die von nativen Stechmücken behandelt. Im Gegensatz zu den luxemburgischen Stechmücken sei die invasive Art tagsüber aktiv und vor allem in Gärten oder Wäldern zu finden. Nachts dürfte man dann wieder von den heimischen Arten angegriffen werden.

Wie auch bei den “normalen” Stechmücken kann man sich gegen Stiche schützen: Man kann lange Kleidung tragen, die Arme und Beine bedecken, sowie auf Abwehrcremes und -sprays zurückgreifen.

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