Auf Luxemburgs Autobahnen gehen Schritt für Schritt die Lampen aus.

Verkehr : Weniger Licht auf Luxemburger Autobahnen

Auf Luxemburgs Autobahnen wird’s zunehmend dunkler. Denn seit 2014 demontiert die Straßenbauverwaltung immer mehr Lampen. Was dahintersteckt.

In Luxemburg gehen allmählich die Lichter aus – zumindest nach und nach auf den staatlichen Autobahnen. Denn bereits 2014 hat die Regierung im Großherzogtum entschieden, auf eine durchgehende Beleuchtung auf dem Autobahnnetz zu verzichten, um damit Kosten und Energie zu sparen. Derzeit werden auf der A1 Richtung Trier Leuchten abgebaut, ebenso auf der A13, insgesamt sind es laut TV-Anfrage bei der Straßenbauverwaltung Ponts et Chaussées 246. „Wir brauchen noch etwa zwei Wochenenden, dann dürften wir komplett durch sein“, sagte Raymond Seburger, zuständiger Abteilungsleiter gegenüber der Luxemburger Zeitung L’essentiel.

Insgesamt sollen 836 Leuchten weniger über den Autobahnen des Großherzogtums leuchten, 590 von ihnen wurden bereits in den Jahren 2014 und 2015 beseitigt, und zwar auf den Autobahnen A6, A7 und A13. Die Regelung trifft vor allem „Autobahnstrecken, wo der Abstand zwischen den Auf- und Abfahrten größer als drei Kilometer ist“, heißt es bei Ponts et Chaussées gegenüber unserer Zeitung. Ohnehin wurde bereits bei Autobahnen, die nach 1990 gebaut wurden, auf eine durchgehende Straßenbeleuchtung verzichtet, wie etwa auf der A1 zwischen Munsbach und der deutschen Grenze sowie bei der Saarautobahn zwischen Hellingen und Schengen und auf der Nordstraße A7 zwischen Colmar-Berg und Lorentzweiler.

Die Dunkelheit hat einerseits finanzielle Vorteile: Mit dem Abbau der Leuchten spart der Luxemburger Staat 100 000 Euro. Andererseits ist die Regierung dazu gezwungen, verbleibende alte Lampen abzubauen und auf neue LED-Technik umzurüsten.

Denn die Hersteller der sogenannten Niederdruck-Natriumdampflampen stellen ihre Lieferung im kommenden Jahr ein. „Wir haben keine Wahl“, hatte Seburger bereits zu einem früheren Zeitpunkt einmal gesagt.

Auf den Autobahnen bleiben zunächst gut 11 600 Leuchten erhalten, weitere knapp 44 000 Straßenlampen gibt es laut der Straßenbauverwaltung vor allem in Ortschaften und auf Landstraßen, die ebenfalls vom Staat als sogenanntes sekundäres Straßennetz betreut werden. Der dadurch verbrauchte Strom verursacht laut dem Verkehrsministerium Kosten von etwa 1,4 Millionen Euro.

Langfristig sehen die Pläne der Regierung laut Ponts et Chaussées vor, dass nur noch alle Anschlussstellen, Tunneleinfahrten sowie Auf- und Abfahrten beleuchtet sein sollen.

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