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Bis zu 100 Tests können am Tag gemacht werden

Gesundheit : Coronavirus: Luxemburg testet auch Grenzgänger

(tgbl) Das Nationale Gesundheitslabor testet derzeit bei Verdacht auf die Krankheit Covid-19 – allerdings nur, wenn auch entsprechende Symptome vorliegen, berichtet das „Tageblatt“. Luxemburg hat bisher zwar nur zwei nachgewiesene Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (Stand 6. März), aber auch hierzulande will man die Ausbreitung möglichst stark eindämmen.

Daher werden Menschen mit entsprechenden Symptomen auf das Virus getestet, indem bei ihnen ein Abstrich gemacht wird.

Durchgeführt werden die Tests vom Nationalen Gesundheitslabor („Laboratoire national de santé“, LNS) in Düdelingen. Auf Anfrage des „Tageblatt“ erklärt die Leitung des LNS, dass etwa 100 Tests pro Tag gemacht werden können, wobei ein einzelner etwa vier bis fünf Stunden dauert. Derzeit werden die Tests zweimal täglich während der Woche durchgeführt – in zwei Serien, einmal am Tagesanfang, einmal am Tagesende. „Wird eine Probe am Abend genommen, wird sie mit der nächsten Morgenserie getestet; wird eine Probe am Morgen genommen, wird sie mit der Nachmittagsserie getestet und das Ergebnis ist am selben Tag verfügbar“, heißt es aus dem LNS. An Wochenenden werden die Tests nur einmal täglich durchgeführt.

Dass erst bei spezifischen Symptomen getestet wird und nicht schon, wenn jemand etwa aus einem Risikogebiet wie China oder Italien anreist, verteidigt man in Düdelingen: Die Produktion und Freisetzung von Viren in den Atemwegen beginne erst mit oder kurz vor dem Auftreten von Symptomen. Getestet werden können dabei nicht nur Luxemburger: Die Prüfungen könnten bei jeder Person mit oder ohne Wohnsitz in Luxemburg durchgeführt werden. „Wenn ein Fall von Covid-19 bei einem Grenzgänger während der Arbeit auf dem Territorium oder bei einem vorbeifahrenden Touristen vermutet wird, ist das Verfahren im Rahmen des öffentlichen Gesundheitsschutzes auch auf sie anwendbar“, erklärt das LNS.