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Corona legt öffentliches Leben in Luxemburg lahm - Pendler können ein- und ausreisen

Kostenpflichtiger Inhalt: Virus eindämmen : Corona legt öffentliches Leben in Luxemburg lahm - Pendler können ein- und ausreisen

Die luxemburgische Regierung hat in einer Pressekonferenz am Sonntagabend beschlossen, das öffentliche Leben im Land nahezu stillzulegen.

Für die Menschen in Luxemburg ein harter Einschnitt. Denn Bibliotheken, Theater, Museen, Kinos, Restaurants, Kneipen und Diskotheken sollen ab Mitternacht schließen.

Mit dieser Entscheidung will die luxemburgische Regierung die weitere Ausbreitung der Corona-Infektionen eindämmen, berichtet Tageblatt.lu.

Alle Betriebe, die nicht der Grundversorgung der Bevölkerung dienen sind betroffen. Dazu gehören alle Geschäfte, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen.

Ausnahmen: Weiter geöffnet bleiben Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Tankstellen, Kioske, Banken, Wäschereien und Bestattungsunternehmen.

Doch das ist noch nicht alles. Auch die Bürger werden in ihrer Freiheit eingeschränkt. Das Haus verlassen sollen die Menschen nur aus dringendem Grund: Für Arbeits- und Einkaufswege oder Termine bei Ärzten und Banken.

Die Regierung fordert alle Menschen, die zu einer gefährdeten Zielgruppe gehören auf, zu Hause zu bleiben: Damit gemeint sind Menschen über 65 Jahre, Diabetiker, Krebspatienten und Menschen mit anderen Vorerkrankungen.

Deutschland will ab Montag seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz kontrollieren. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die „Bild Zeitung“ dies berichtet. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 8 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen.

Der luxemburgische Premierminister sagte, er habe die Zusicherung der Bundesregierung, dass die Grenzen zu Luxemburg offen blieben und es keine Einschränkungen für Pendler gebe. Allerdings werde verstärkt an den Grenzen kontrolliert.

Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf die neuen Regeln an der Grenze verständigt. Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen als auch Zurückweisungen geben.

Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben.

Quelle: Tageblatt.lu