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Düstere Stimmung in Luxemburg: Keine Einigung bei Tarifverhandlungen der Fluggesellschaft Luxair

Düstere Stimmung in Luxemburg: Keine Einigung bei Tarifverhandlungen der Fluggesellschaft Luxair

Die Fluggesellschaft Luxair steht vor einem Sozialkonflikt. Das berichtet das luxemburger Tageblatt. Ein Treffen der Gewerkschaftsdirektion am vergangenen Freitag endete ergebnislos.

Gleich vier Treffen haben die drei Gewerkschaften OGBL, LCGB und NGL-Snep für die Mitarbeiter der Luxair im Kulturzentrum Sandweiler vorgesehen. Die Mitglieder wollen sich am Dienstag über den aktuellen Stand der Gespräche mit der Direktion informieren.

Der Anlass ist die verfahrene Situation bei den Verhandlungen zur Erneuerung des Kollektivvertrags. Der lief bereits Ende 2013 aus. Die Gewerkschaften fordern eine Verlängerung rückwirkend auf Ende September 2014. Dann soll die normale Prozedur der Kündigung des Vertrags anlaufen, was den Seiten fast ein Jahr Zeit einräumen würde, um einen neuen Vertrag auszuhandeln. Während dieser Zeit bliebe das aktuelle Vertragswerk in Kraft. "Wir waren bereit, auf alle Forderungen zu verzichten, außer der nach Verlängerung des Vertrages", sagt OGBL-Verhandlungssekretär Hubert Hollerich.

Die Gewerkschaften werfen der Direktion vor, entgegen der in Vergangenheit gemachten Zusagen auch die Löhne der aktuell Beschäftigten kürzen zu wollen. "Wir haben kein Mandat, die Löhne der Beschäftigten zu kürzen", erklärt Hollerich die Haltung seiner Gewerkschaft. Er spricht von einer Verhärtung des Arbeitskampfes.

Wird der Kollektivvertrag nicht verlängert, wird das Arbeitsverhältnis der Belegschaft entsprechend den legalen Bestimmungen geregelt werden. Auch für das Unternehmen weist dies jedoch negative Aspekte auf, betont Hollerich. Tatsächlich räumt der Kollektivvertrag Möglichkeiten einer flexibleren Gestaltung der Arbeitszeit der Crews ein.

Am Dienstag sollen sich die Mitarbeiter äußern. "Eure Zukunft steht auf dem Spiel", so die Gewerkschaften in ihrem Handzettel an die Belegschaft. lmo