Einmal rund um die Tanz-Welt an 24 Abenden

Einmal rund um die Tanz-Welt an 24 Abenden

24

Produktionen aus 15 Ländern, von Asien bis Afrika, vom traditionellen Ballett bis zum experimentellen Tanztheater, vom Ensemble-Kollektiv bis zum Choreographie-Superstar: Vielfalt ist das Kennzeichen der Tanz-Saison am Grand Théâtre.
Die spanische Choreographin Blanca Li kommt mit dem "Jardin des dé lices" nach Bildern von Hieronymus Bosch (11. Oktober 2011) und mit dem "Elektro Kif" zu elektronischer Musik (13., 14. Oktober 2011).
Das "Balé da cidade" aus São Paulo in Brasilien, eines der besten Südamerikas, gibt mit 28 Tänzerinnen sein Luxemburg-Debüt in Gestalt eines dreiteiligen Panoramas seiner Arbeit (19., 20. Oktober).
Anne Teresa de Keersmaeker und Björn Schmelzer zeigen ihre aktuelle Neu-Kreation, die frisch vom Festival in Avignon kommt (9. November 2011). Das Batsheva-Ensemble aus Israel präsentiert einen Querschnitt durch die zehnjährige Arbeit seines Chef-Choreographen Ohad Naharin (26., 27. November).
Aus Brüssel kommen mit Cynthia Loemij und Mark Lorimer zwei langjährige Keersmaeker-Tänzer, im Gepäck ein Solo-Programm mit dem Cellisten Thomas Luks unter dem Titel "To intimate" (7. Dezember 2011).
Einen echten Kracher verspricht das legendäre "Ballets Trockadero de Monte Carlo/New York" mit Klassikern der Ballettkunst, dargeboten ausschließlich von Männern. Das berühmteste Herren-Ballett der Welt, einerseits Parodie, andererseits edelste Tanz-Kunst, hat Fans in aller Welt (29., 30. Dezember und Silvester-Vorstellung).
Noch eine Spur traditioneller tritt das Ballet Royal de Flandre auf, mit einer "Sleeping Beauty" nach Haydée und Petipa, live begleitet vom OPL. Der Jahreshöhepunkt für konservative Ballett-Fans (12., 13. Januar 2012).
Zwei Programme bringt Stammgast Akram Khan mit: Sein Solo "Desh" (18. Januar 2012) und das Duett "Confluence" mit Nitin Sawhney (20., 21. Januar). Mit großen Vorschusslorbeeren kommt Helena Waldmanns Choreographie "Revolver besorgen" aus Berlin. Brit Rodemund tanzt eine furiose Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz (3. Februar).
Robyn Orlin und Angelin Preljocaj lassen die Hip-Hopper los (17., 18. Februar), Damien Jalet und Sidi Larbi Cherkaoui verarbeiten Volks-Mythen zu surrealen Fantasien (20., 21. März), und Cherkaoui erforscht in einem weiteren Programm den japanischen Manga-Papst Osamu Tezuka (23., 24. März).
Eric Gauthier darf natürlich nicht fehlen. "Lucky Seven" zeigt sieben Tanzstücke zu Musiken von Mozart bis J.J. Cale (30. März). Und auch die Luxemburgerin Sylvia Camarda gehört als Tänzerin und Choreographin fast zum Inventar des Hauses. Ihre neueste Arbeit heißt "The Warrior of Beauty" und beschäftigt sich mit dem Selbstverständnis einer Frau im 21. Jahrhundert (19., 28. April).
"Lalala Human Steps" aus Kanada zeigt "New Work" (10., 11. Mai 2012), Crystal Pite, ebenfalls Kanada, beschäftigt sich in "Dark Matters" mit den dunklen Kräften (15., 16. Mai), die Compagnie Jant-Bi Jigeen aus dem Senegal betanzt "Afro-Dites" (5., 6. Juni 2012), aus dem gleichen Land bringt die Mutter des modernen afrikanischen Tanztheaters, Germaine Acogny (67), ihr Solo-Programm "Songook Yaakaar" mit (8. Juni).
Und dann folgt ein starker Endspurt: Sasha Waltz\' 24-köpfige Truppe tanzt "Continu" (14., 15. Juni 2012), Lokalmatador Jean-Guillaume Weis kreiert den "Männer-Tanz" (16., 21. Juni), das kultige Schweizer Duo "Zimmermann & de Perrot" erklärt mit "Hans was Heiri" das Unerklärliche (19., 20. Juni), und schließlich setzt Anna Teresa de Keersmaeker mit Rosas den Schlusspunkt, unterstützt von 16 Tänzern und 18 Musikern. Titel: "Drumming" (29. Juni). DiL