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Flüchtling von Polizisten misshandelt?

Flüchtling von Polizisten misshandelt?

Nach Medienberichten soll in Luxemburg ein Flüchtling von zwei Polizisten auf einem Polizeirevier misshandelt worden sein. Der Afrikaner war nach Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei am Rande einer Sitzung der EU-Innenminister auf dem Kirchberg am 5. Juni festgenommen worden.

Wie das Luxemburger Tageblatt berichtet, waren die EU-Innenminister Anfang Juni auf Kirchberg zusammengekommen, um über Maßnahmen gegen illegale Flüchtlingsströme zu sprechen. Am Rande der EU-Sitzung kam es zu einer Protestaktion der "Freedom-Not-Frontex"-Bewegung. Die Demonstranten versuchten ins Konferenzgebäude einzudringen, wurden allerdings von der Polizei gestoppt, wobei es zu heftigen Rangeleien kam. Dabei setzte die Polizei zum Teil Tränengas ein. 13 Protestler wurden festgenommen.

Wie nun das luxemburgische Radio 100,7 berichtet, soll ein Demonstrant nach der Protestaktion auf ein Polizeirevier mitgenommen worden sein. Dort soll der Flüchtling aus dem Tschad angeblich von zwei Polizisten gefilmt und anschließend misshandelt worden sein, heißt es weiter. Zurzeit nimmt der Afrikaner an einem Protestmarsch "Marsch fir d'Fräiheet" in Belgien teil.

Die Generalinspektion der Polizei (IGP) soll bereits letzte Woche Ermittlungen gegen die zwei Beamten aufgenommen und einen Beamten verhört haben. Henri Eippers von der IGP bestätigte Tageblatt.lu gegenüber, diese Information. Ein Polizist soll allerdings jegliche Vorwürfe zurückgewiesen haben.

Schengen gilt als Symbol für den Abbau der EU-Binnengrenzen bei schärferer Überwachung der Außengrenzen. In der Mosel-Stadt war 1985 der Grundstein dafür gelegt worden. Die Agentur Frontex überwacht die EU-Außengrenzen.