1. Region
  2. Luxemburg

Freie Wähler im Land fordern mehr Homeoffice für Grenzgänger

Pendeln nach Luxemburg : Freie Wähler im Land fordern mehr Homeoffice für Grenzgänger

100 Tage steuerfreies Homeoffice für deutsche Grenzgänger in Luxemburg. Geht es nach dem Willen der Freien Wähler im Land, soll dies allein schon aus Klimagründen möglich werden. Als Ausgleich bekräftigt Fraktionschef Joachim Streit seine Forderung nach Millionenzahlungen für deutsche Kommunen.

Nachdem das Bundesfinanzministerium erste Verhandlungen zwischen Deutschland und Luxemburg zur Erweiterung der steuerfreien Homeofficetage bestätigt hat, bekräftigen die Freien Wähler Rheinland-Pfalz ihre Forderung nach Ausgleichszahlungen für deutsche Grenzgemeinden. Dafür sollen 100 Tage Homeoffice möglich werden.

100 Tage Homeoffice steuerfrei für Grenzgänger gefordert

Joachim Streit, Vorsitzender der Landtagsfraktion der Freien Wähler und Ex-Landrat im Eifelkreis Bitburg-Prüm, regt allein schon aus Klimaschutzgründen zwei Tage Homeoffice pro Woche an: „Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Gerechtigkeit über die Generationen im Klimaschutz müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, die CO2-Emissionen zu verringern. Jeder Homeoffice-Tag ist damit ein guter Tag fürs Klima. Zielgröße sollten zwei Tage pro Woche sein, um den Verkehr in den Grenzorten und auf den Straßen im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet zu entlasten und die Emissionen im Verkehr um 40 Prozent zu verringern“, sagt er und fordert die Anpassung der Steuererlasse und Regelungen zum Sozialabgabenrecht. „Das heißt, die 19-Tage-Obergrenze für Homeoffice muss auf 100 Tage im Jahr erweitert werden, sie bleiben weiterhin alleine dem luxemburgischen Recht unterworfen“, schlägt der Jurist vor und fordert im gleichen Atemzug eine Gleichstellung der deutschen mit den belgischen Grenzgemeinden: Dort erhalten diese rund 30 Millionen Euro der in Luxemburg erhobenen Steueranteile, um einen Ausgleich zu schaffen und eine Doppelveranlagung zu verhindern.

Streit hatte bereits 2019 als Eifeler Landrat gemeinsam mit seinen damaligen Kollegen Günther Schartz (damals Landrat Trier-Saarburg) und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe Ausgleichszahlungen für deutsche Grenzkommunen für entgangene Steuerzahlungen gefordert.

Derzeit sind 19 Tage Homeoffice für Grenzgänger in Deutschland steuerfrei, in Belgien und Frankreich ist die Zahl auf 34 erhöht worden.