Grünes Licht für Fixerstuff im luxemburgischen Esch/Alzette

Grünes Licht für Fixerstuff im luxemburgischen Esch/Alzette

Lange wurde daran getüftelt Jetzt hat die Regierung in Luxemburg grünes Licht gegeben. Für mehr als zwei Millionen Euro wird in Esch/Alzette ein Fixerstube entstehen.

Seit Jahren wurde an dem Projekt rumgedoktert. 2011 gab das Gesundheitsministerium sein Ja-Wort. 2012 war die Standortfrage in der Rue de Luxembourg in Esch/Alzette unter der Hausnummer 130 geklärt. Drei Jahre später hat am Freitagmorgen die Regierung dem Projekt endgültig zugestimmt. Der neue Drogenkonsumraum wird für 2, 1 Millionen Euro in das Gebäude und einem Hinterhof integriert. Die ursprünglichen Kosten lagen zunächst bei 1,6 Millionen Euro.

Die Fixerstube wird unter dem Namen "Contact Esch" geführt. In den Räumen wird auch die Beratungsstelle der Jugend an Drogenhëllef (Jugend- und Drogenhilfe) einziehen. Neben dem "kontrollierten" Konsum sollen Drogenabhängige dort in Zukunft unter anderem pädagogisch betreut werden. Man will Hilfe bei der Suche nach Arbeit und einer Wohnung sowie Aussteigerprogramme anbieten.

Bislang gibt nur eine Fixerstuff in Luxemburg-Stadt. Es handelt sich um die Einrichtung Abrigado an der Route de Thionville. Dort schwelt seit Jahren ein Streit um einen neuen Standort in Hollerich. Dort solltee eigentlich bereits seit Jahren ein fester Drogenkonsumraum stehen. Doch das Unternehmen Paul Wurth wehrt sich mit allen juristischen Mitteln dagegen.

60-Punkte-Plan

In den kommenden vier Jahren will die Regierung mit einem 60-Punkte-Plan die Drogenproblematik in Luxemburg angehen. Der Schwerpunkt wird bei der Prävention liegen. Dazu zählt gezielte Aufklärung sowie die bessere Bekämpfung von Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit Drogenkonsum.