In Luxemburg kommen deutlich mehr Babys zur Welt

In Luxemburg kommen deutlich mehr Babys zur Welt

Also nicht nur die Dänen: Auch im Großherzogtum sorgen die Menschen dafür, dass mehr Babys zur Welt kommen. Zwischen 2011 und 2013 ist die Zahl der Geburten in Luxemburg um 7,3 Prozent gestiegen. Außerdem rauchen und trinken immer weniger Mütter während der Schwangerschaft.

Luxemburg. "Babyboom in Dänemark" titelte der Volksfreund in der Ausgabe vom 29. Juli auf seiner letzten Seite. Dort brachte die Redaktion unter dem Themenschwerpunkt "Die gute Welt" einmal ausnahmslos positive Meldungen - wenigstens auf einer Seite und quasi als Kontrastprogramm zu den vielen schlimmen Nachrichten von Terror und Gewalt.
Mit einer solchen positiven Nachricht kann auch diese Luxemburgseite eröffnet werden: Wie in Dänemark so werden auch im Großherzogtum wieder mehr Babys geboren. So ist in den Jahren 2011 bis 2013 die Zahl der Geburten im Land um 7,3 Prozent gestiegen. Das berichtet das Luxemburger Tageblatt unter Berufung auf die diesjährige Ausgabe des Berichts "Surveillance de la santé périnatale au Luxembourg 2011-2012-2013".
Zurückgeführt wird der Geburtenanstieg allerdings nicht auf besondere Anstrengungen luxemburgischer Eltern, zu mehr Nachwuchs zu kommen. Sondern auf zwei besondere Gründe. So ist zum einen die Luxemburger Bevölkerung durch Zuwanderung stetig gewachsen - und zwar laut Bericht zwischen 2011 und 2013 um 2,3 Prozent. Zum andern gibt es einen erheblichen Anstieg an nicht in Luxemburg lebenden Frauen. Hierzu zählen vor allem die Grenzgängerinnen, die immer häufiger in Luxemburger Krankenhäusern entbinden. Doch was solls: Über mehr Babys kann man sich freuen.
Auch die Anzahl an Mehrlingsgeburten ist in ihrer Tendenz steigend. So waren 2013 rund 20 von 1000 Geburten Mehrlingsgeburten. Somit hat Luxemburg im Vergleich zu anderen Ländern eine sehr hohe Rate an Mehrlingsschwangerschaften. In Frankreich sind es 17,4, in Belgien 16,8 in Deutschland 18,5 von 1.000 Schwangerschaften.
Die künstlichen Befruchtungen haben in den letzten Jahren auch leicht zugenommen. Laut dem Bericht waren es 2011 noch 4,2 Prozent und zwei Jahre später 5,1 Prozent.
Ferner gibt der Bericht Aufschluss darüber, wie viele Mütter während der Schwangerschaft Alkohol oder Tabak konsumierten. Das erfreuliche Ergebnis ist hier, dass in beiden Fällen die Zahlen sinken. 2012 gaben 16 Prozent der schwangeren Frauen an, regelmäßig oder gelegentlich während der ersten vier Monate der Schwangerschaft zu rauchen. 2013 waren es nur noch 15 Prozent. Noch deutlicher fällt der gesunkene Anteil von Raucherinnen in den letzten vier Monaten der Schwangerschaft ins Gewicht.
Nur sehr wenige Frauen gaben an, während der Schwangerschaft Alkohol zu konsumieren. Hier lag 2011 die Zahl bei 8,6 Prozent und 2013 nur noch bei 5,6 Prozent. Das luxemburgische Gesundheitsministerium betont, dass dieses Resultat möglicherweise auf ihre Kampagne "0% alcool pendant la grossesse" zurückzuführen sei. Allerdings erwähnt das Ministerium auch, dass die Dunkelziffer weit höher liegen könnte als die hier aufgeführten Zahlen. Man sehe eine weitere Sensibilisierung der Frauen "als Priorität" an. Aus dem Bericht geht auch hervor, dass sich rund 30 Prozent der Frauen in Luxemburg einem Kaiserschnitt unterziehen. Hier ist die Zahl zwischen 2011 und 2013 leicht gesunken. tgbl

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