Internationale Fahndung Luxemburgische Polizei nimmt verurteilten Mörder aus Brasilien fest

Ein in Brasilien wegen Mordes zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilter Mann ist in Luxemburg entdeckt worden.

 Symbolbild

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Foto: TV/Friedemann Vetter

Luxemburgische Polizeieinheiten haben einen 42-jährigen Mann festgenommen, der von Brasilien wegen Mordes gesucht wurde. Wie die Staatsanwaltschaft des Großherzogtums mitteilt, sei die Festnahme am vergangenen Freitagnachmittag durch die FAST (Fugitive Active Search Team), einer speziellen Abteilung der Polizei, mit Unterstützung der Dienststelle in Esch/Alzette erfolgt.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei dem 42-Jährigen um einen Mann, der in Brasilien wegen Mordes Anfang 2020 zu einer Haftstrafe von 16 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden sei und mittels einer Interpol-„Red Notice“ gesucht wurde. Der Mann sitze nun in Untersuchungshaft und erwarte eine mögliche Auslieferung an Brasilien.

Weitere Details zur Person nannten die luxemburgischen Ermittler nicht. Die „Red Notice“ von Interpol umfasst Personen, die von ihren Heimatländern gesucht werden und für deren Lokalisierung nationale Strafverfolgungsbehörden um Unterstützung gebeten werden. Sie ist nicht zu verwechseln mit einem internationalen Haftbefehl. Auf dieser Interpol-Liste stehen derzeit 86 brasilianische Staatsbürger, die unter anderem wegen Tötungsdelikten, schwerem Diebstahl oder Kartenbetrug gesucht werden. Auch mehrere deutsche Staatsangehörige sind dort gelistet.

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